So ist dieser Vergleich entstanden
Preise, Verfügbarkeit und Produktbilder werden live über die Amazon Product Advertising API abgerufen und können sich jederzeit ändern – der tagesaktuelle Preis steht bei Amazon. Die Sterne und die Platzierung sind eine redaktionelle Einschätzung der Testella-Redaktion auf Basis von Ausstattung, Herstellerangaben und Marktresonanz, keine gemessene Testnote.
Sobald Kinder im Auto mitfahren, gehört eine Kindersitzerhöhung dazu. Der Grund ist nüchtern: Mit einem passenden Rückhaltesystem fällt das Unfallrisiko für Kinder um ein Vielfaches, nach Angaben der Landesverkehrswacht Niedersachsen e. V. auf etwa ein Siebtel. Von den Kindern, die mit einer Sitzerhöhung in einen Unfall verwickelt waren, blieben demnach 83 Prozent unverletzt. Im Auto ist die Sitzerhöhung deshalb nicht nur sinnvoll, sondern vorgeschrieben.
Was ist eine Kindersitzerhöhung?
Eine Kindersitzerhöhung für das Auto sorgt dafür, dass der Anschnallgurt bei kleinen Mitfahrern dort sitzt, wo er sitzen muss. Sie hebt das Kind so weit an, dass der Dreipunktgurt richtig über Schulter und Becken läuft. Damit gehört sie zu den Rückhaltesystemen, die im Straßenverkehr Pflicht sind, sobald Kinder im Wagen sitzen.
Die Sicherung von Kindern im Auto ist seit Langem gesetzlich geregelt. Seit die Schutzmaßnahme greift, ist die Zahl der im Straßenverkehr getöteten Kinder um etwa ein Drittel gesunken. Man kann also mit gutem Gewissen sagen: Die Sitzerhöhung rettet Leben, und sie kostet vergleichsweise wenig.
Wie sieht eine Kindersitzerhöhung aus?
Im Kern besteht eine Sitzerhöhung aus einem Grundkörper, meist aus Kunststoff oder Styropor. Er hat die Form einer Sitzschale, im Idealfall mit einer Sitzfläche, die zum Körperbau eines Kindes passt. An den Seiten sitzen Armlehnen, die zugleich den Gurt führen. Ein Bezug, den Sie in der Regel abnehmen und waschen können, sorgt für die Optik und dafür, dass das Kind bequem sitzt.
Viele Modelle bringen zusätzlich eine verstellbare Rückenstütze mit Seitenschutz mit. Die Rückenlehne lässt sich bei den meisten Ausführungen abnehmen, wenn das Kind größer wird und sie nicht mehr braucht.

Wann brauchen Sie eine Kindersitzerhöhung?
Wer Kinder im Auto mitnimmt, muss sie sichern. Das gilt, solange sie noch keine zwölf Jahre alt oder kleiner als 150 Zentimeter sind. Die Sitzerhöhung ist dabei die platzsparende Form des Kindersitzes. Manche Modelle bestehen nur aus einer Sitzschale, hochwertigere haben Armlehnen und eine höhenverstellbare Rückenlehne. Erst mit dieser Erhöhung kann der Dreipunktgurt ein Kind zuverlässig halten, denn unter 150 Zentimeter läuft der Gurt sonst schlicht an der falschen Stelle.
In der Praxis wird das nicht immer beherzigt. Mal fehlt der passende Sitz, mal ist unklar, wie das Kind darin richtig angeschnallt wird. Der ADAC macht dazu immer wieder Stichproben vor Kindergärten und Schulen und stellt regelmäßig fest, dass Kinder im Auto nicht ausreichend gesichert sind.
Die Gebrauchtwagen-Webseite www.gebrauchtwagen.de berichtet von einer solchen Aktion des ADAC in elf Bundesländern. Überprüft wurden 2325 Kinder bis zwölf Jahre vor Kindergärten und Schulen, gut 700 davon jünger als sechs. Nur zwei Drittel waren ordnungsgemäß gesichert. Umgekehrt heißt das: Ein Drittel der Kinder saß nicht richtig gesichert im Auto, und diese Quote hält sich seit Jahren.
Drei Punkte für den Alltag
Verwenden Sie die Sitzerhöhung, die zu Ihrem Kind passt, nicht die, die gerade zur Hand ist.
Achten Sie bei jeder Fahrt auf die richtige Gurtführung.
Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind bequem sitzt. Nur dann bleibt der Gurt auch dort, wo er hingehört.
Zu diesem wichtigen Thema stellen wir Ihnen nicht nur die besten Sitzerhöhungen vor. Wir klären ebenso über die rechtlichen Grundlagen und die verschiedenen Arten von Sitzerhöhungen auf. Lesen Sie also ruhig bis zum Ende, denn nur wer Bescheid weiß, kann sein Kind vor Gefahren im Straßenverkehr schützen.
Wie funktioniert eine Kindersitzerhöhung?
Die Gurtsysteme im Auto sind für Erwachsene ausgelegt, ebenso die Airbags. Für kleine Kinder passen sie nicht: Der Gurt sitzt zu hoch, im schlimmsten Fall am Hals statt an der Schulter. Genau hier setzt die Sitzerhöhung an. Sie hebt den Körper des Kindes so weit an, dass der Dreipunktgurt auch die kleinen Mitfahrer schützt.
Richtig eingestellt läuft der Gurt dann mittig über den Körper: von der Schulter schräg über Brust und Bauch zur gegenüberliegenden Seite. Ob er von links nach rechts oder von rechts nach links geführt wird, ist dabei gleich. Wichtig ist allein, dass er weder am Hals scheuert noch über den Bauch rutscht, denn genau davor bewahrt die Erhöhung Ihr Kind.
So sorgt die Sitzerhöhung für den nötigen Schutz von Kindern zwischen etwa vier und zwölf Jahren. Manche Modelle bestehen nur aus einer Sitzschale. Sie taugen für ältere Kinder ab etwa sieben Jahren. Jüngere Kinder brauchen zusätzlich Armlehnen und eine Rückenlehne. Für den Gurt haben die Sitze eigene Führungen, durch die er gefädelt wird. Prüfen Sie nach dem Anschnallen, ob der Gurt richtig sitzt. Erst dann ist Ihr Kind wirklich geschützt.

Wer braucht eine Kindersitzerhöhung?
Jede Familie, die Kinder unter zwölf Jahren im Auto mitnimmt, kommt an einer Kindersitzerhöhung nicht vorbei. Für die ganz Kleinen bis etwa vier Jahre ist sie allerdings noch nichts. Sie brauchen den Schutz eines Kindersitzes, Babys die Babyschale.
Die Sitzerhöhung gibt es in zwei Gewichtsklassen. Die Gewichtsklasse II ist für 15 bis 25 Kilogramm gedacht, was zu Kindern von etwa vier bis sieben Jahren passt. In diesem Alter sind sie ungefähr 105 bis 125 Zentimeter groß. Für Kinder ab sieben bis zwölf Jahren eignet sich häufig die Gewichtsklasse III. Dann liegt das Gewicht meist bei 22 bis 36 Kilogramm und die Körpergröße bei 125 bis 150 Zentimeter.
Gerade bei Sitzerhöhungen für Vierjährige sollten Sie auf eine Rückenstütze achten. Sie stützt das Kind, wenn es unterwegs einschläft, und schützt es zusätzlich, falls es doch zu einem Unfall kommt.
Die Kindersitzerhöhung im Überblick
- Vier bis sieben Jahre: Gewichtsklasse II, 15 bis 25 kg, etwa 105 bis 125 Zentimeter
- Sieben bis zwölf Jahre: Gewichtsklasse III, 22 bis 36 kg, etwa 125 bis 150 Zentimeter
Nur ein Richtwert
Diese Angaben sind eine Orientierung, kein Gesetz. Ausschlaggebend bleibt die körperliche Verfassung Ihres Kindes. Bei Fragen zum passenden Kindersitz können Sie sich an den ADAC wenden, der mit Programmen wie „Sicher im Auto“ kostenlose und praktische Anleitung zum eigenen Kindersitz gibt.
Welche Größen von Kindersitzen gibt es?
Kindersitze nehmen im Auto viel Platz weg. Verständlich, dass Eltern früh auf platzsparende Modelle umsteigen wollen. Sinnvoll ist das nicht immer, und die gesetzlichen Vorgaben machen deutlich, warum. Sie beruhen auf Unfallstatistiken, die zeigen, wie riskant es ist, Kinder in Sitzen zu transportieren, die nicht zu Größe und Alter passen.
Ein Kindersitz muss zu Alter und Gewicht des Kindes passen. Sonst kann er die Sicherheit im Auto nicht gewährleisten. Deshalb sind die Klassen so eng an Körpergröße und Gewicht geknüpft, und deshalb lohnt sich der frühe Umstieg auf den kleineren Sitz eben nicht immer.
Welcher Autositz passt zu welchem Alter?
| Gewichtsklasse | Bezeichnung | Alter des Kindes | Größe des Kindes | Gewicht des Kindes |
|---|---|---|---|---|
| 0+ | Babyschale | ab Geburt bis ca. 1,5 Jahre | bis ca. 83 cm | bis etwa 13 kg |
| I | Kindersitz | ca. 1,5 bis ca. 4 Jahre | bis ca. 105 cm | etwa 9 bis 18 kg |
| II | Kindersitzerhöhung mit Rückenstütze | ca. 4 bis ca. 7 Jahre | ca. 105 bis ca. 125 cm | etwa 15 bis 25 kg |
| III | Kindersitzerhöhung mit Rückenstütze | ca. 7 bis 12 Jahre | ca. 125 bis ca. 150 cm | etwa 22 bis 36 kg |
Auch diese Werte sind nur eine Richtlinie, denn jedes Kind ist anders gebaut. Beim Kauf eines Autositzes sollten Sie deshalb immer die individuelle Verfassung Ihres Kindes im Blick behalten.

Welche Vor- und Nachteile haben Kindersitzerhöhungen?
Autositze für Kinder brauchen Platz, und je kleiner das Kind, desto mehr Volumen nimmt der Sitz in Anspruch. Das überrascht nicht, ein Baby braucht im Auto mehr Halt als ein Siebenjähriger. Trotzdem freuen sich vor allem Eltern mehrerer Kinder auf den Tag, an dem der breite Kindersitz der schlanken Sitzerhöhung weicht.
Der Gewinn ist nicht nur mehr Platz. Die Sitzerhöhung lässt sich einfach ein- und ausbauen, komplizierte Gurtführungen entfallen. Wie fummelig die Anschnallsysteme mancher Kindersitze sein können, davon können Eltern ein Lied singen. Beim Wechsel gilt aber: Halten Sie mindestens die gesetzlichen Vorgaben zur Sitzgröße ein. Nicht wegen des Bußgeldes, sondern weil die Sicherheit Ihres Kindes sonst wirklich auf dem Spiel steht. Mit der folgenden Gegenüberstellung möchten wir das Bewusstsein für den richtigen Sitz schärfen.
Vor- und Nachteile im Überblick
Vorteile
- braucht wenig Platz
- lässt sich leicht ein- und ausbauen
- einfache Gurtführung
- vergleichsweise günstig
Nachteile
- als Dauerlösung für kleinere Kinder kein optimaler Schutz
- garantiert allein noch keine Sicherheit
- bei einfachen Modellen fehlt manchmal die Gurtführung
- bei sehr billigen Discounter-Modellen drohen erhöhte Schadstoffwerte
Der Kindersitzerhöhung-Test: welcher Sitz ist der beste?
Für die Sicherheit des eigenen Kindes ist der beste Sitz gerade gut genug. Welches Modell wirklich passt, hängt aber nicht nur von Testergebnissen ab. Wer oft und über lange Strecken mit Kindern unterwegs ist, sollte an die Sitzerhöhung höhere Ansprüche stellen als jemand, der sie nur gelegentlich im Zweitwagen nutzt. Grundvoraussetzung für die Verwendung im Auto ist in jedem Fall eine gültige Prüfnorm wie die ECE R44/04. Fehlt sie, hat der Sitz im Auto nichts zu suchen. Zwei Modelle aus unserem Vergleich schauen wir uns dazu genauer an.
Vergleichssieger: der Peg Perego Reise-Kinderautositz
Der Reise-Kinderautositz des italienischen Herstellers Peg Perego überzeugt uns rundum. Mit einem Platzbedarf von etwa 40 mal 40 Zentimetern und einem Eigengewicht von drei Kilogramm ist die an Armlehnen und Sitzfläche gepolsterte Sitzerhöhung leicht zu handhaben, und sie begleitet Kinder von drei bis zwölf Jahren. Die Sicherheitsausstattung ist umfassend: Über zwei Sicherheitsadapter, die sogenannten Surefix-Adapter, verbinden Sie den Sitz mit dem Isofix-System des Autos. So kann die Erhöhung nicht unter dem Kind wegrutschen.
Dazu kommt ein Extragurt, mit dem sich der Dreipunktgurt des Autos verkürzen lässt. Laut Kundenbewertungen brauchen das nur sehr kleine Kinder. Ansonsten passt die ergonomisch geformte Sitzfläche gut zur Statur von Kindern im passenden Alter. Bei einem Gewicht von etwa 15 bis 36 Kilogramm sind Kinder in diesem Sitz gut aufgehoben.
Osann Kindersitzerhöhung Junior Isofix
Die Osann Junior misst in Länge und Breite etwas mehr als 40 Zentimeter. Gepolsterte Sitzfläche und Armlehnen sorgen für angenehmes Sitzen. Über zwei ausklappbare Isofix-Verbindungen befestigen Sie den Sitz an den Vorrichtungen im Auto, Sie können ihn aber auch einfach ohne diese Verbinder auf den Sitz legen. Mit Gurtführung und einem bis 30 Grad waschbaren Bezug bringt das Modell viel Komfort mit. Es entspricht der Gewichtsklasse II und III und passt damit für Kinder von 15 bis 36 Kilogramm.
Die Bewertungen bei Amazon fallen gemischt aus. Gelobt wird die Befestigung über die Isofix-Verbinder, einige Kunden klagen aber, dass sich die Verbindung nur schwer wieder lösen lässt. Auch die Breite des Sitzes stößt manchen negativ auf, vor allem wenn mehrere Sitze nebeneinander ins Auto sollen. Bei einzelnen Fahrzeugtypen entsteht laut Rückmeldungen ein Spalt zwischen Lehne und Sitzerhöhung. Verarbeitung und Handhabung schneiden davon abgesehen gut ab.
Was der ADAC zu Sitzerhöhungen sagt
Der ADAC gibt zu bedenken, dass Kinder erst ab etwa vier Jahren die nötige Stabilität im Schulterbereich haben. Vorher sollte eine Sitzerhöhung auf keinen Fall zum Einsatz kommen. Und im Kleinkindalter gehört zur Sitzerhöhung immer eine Rückenstütze. Gerade Kinder im Vorschulalter brauchen sie, um gut abgestützt zu ruhen oder zu schlafen.
Was die Stiftung Warentest sagt
Die Stiftung Warentest weist ebenfalls auf die Bedeutung der Sitzerhöhung für Kinder bis zwölf Jahre hin. Weil das Becken in diesem Alter noch nicht gefestigt ist, drohen bei einem Unfall erhebliche Verletzungen im Unterleib. Optimalen Schutz bieten laut Warentest nur Sitzerhöhungen mit Rückenlehne, besonders bei Kindern unter 150 Zentimeter. Bei den Schadstoffen in den Bezügen gibt der Test Entwarnung: Ernst zu nehmende Belastungen werden nur selten festgestellt.
Welche Kindersitze sollten Sie nicht verwenden? Rückrufe im Blick
Sicherheit im Auto ist zu wichtig, um sie dem Zufall zu überlassen, und trotzdem fahren fast 30 Prozent der Kinder unter zwölf Jahren nicht ordnungsgemäß gesichert mit. Sicher ist ein Sitz erst dann, wenn er zur körperlichen Verfassung des Kindes passt. Sitzerhöhungen schneiden in Tests häufig schlechter ab, weil oft die Rückenstütze fehlt, die eine passgenaue Gurtführung erst möglich macht.
Wir haben uns die bekannten Rückrufe angesehen. Sitzerhöhungen waren dabei nicht betroffen, wohl aber zwei Recaro-Kindersitze und zwei weitere Autositze:
- Recaro Optia
- Recaro Zero.1
- Rebl von Nuna
- Jané Grand
Diese Modelle versagten in einem Crashtest von ADAC und Stiftung Warentest. Über die Seriennummer können Sie unter safety.recaro-cs.com prüfen, ob Ihr Modell zu den betroffenen Sitzen gehört.

Welche Hersteller von Kindersitzerhöhungen sind die besten?
Beim Thema Sitzerhöhung lohnt sich der genaue Blick. Discounter und Billigläden bieten immer wieder Modelle für kleines Geld an. Erste Wahl sollte das nicht sein. Für eine Erhöhung, die regelmäßig im Einsatz ist, greifen Sie besser zu einem hochwertigen Produkt.
Peg Perego
Peg Perego entwickelt und produziert seine Kinderautositze in der Nähe von Mailand. Der Familienbetrieb legt Wert auf familienfreundliche Produkte und damit auf einfache Handhabung. Bei dem von uns vorgestellten Modell „2-3 Shuttle Viaggio“ überzeugt die durchdachte Funktion: Mit wenigen Handgriffen sitzt die Erhöhung am Isofix und verrutscht auch dann nicht, wenn das Kind nicht mehr still sitzen mag.
Der 2-3 Shuttle Viaggio ist übrigens der einzige ohne Rückenstütze. Drei weitere Sitzerhöhungen führt Peg Perego mit Rückenstütze:
- Viaggio 2-3 Flex
- Viaggio 2-3 Shuttle Plus (mit abnehmbarer Rückenlehne)
- Viaggio 2-3 Surefix
Osann
Mit 25 Millionen verkauften Kindersitzen blickt das deutsche Unternehmen Osann auf eine lange Erfahrung im Bau von Autositzen für Kinder. Der Hersteller setzt auf ergonomische Formen und bequeme Sitzflächen. Je nach Modell kommen die bereits erwähnten Extras zum Einsatz, etwa der Adapter für das Isofix-System oder ein sogenannter Gurtfix, mit dem sich der Gurt auf Schulterhöhe des Kindes einstellen lässt.
Insgesamt bietet Osann sieben Modelle an:
- BeFix SP mit Rückenlehne
- UP
- Dream Plus
- Junior
- Junior Gurtfix
- Junior Isofix
- Junior Isofix und Gurtfix
Petex
Mit seinen Sitzerhöhungen ist Petex erfolgreich in einen neuen Geschäftszweig gestartet. Auch hier stehen Sicherheit, einfache Handhabung und Stabilität im Vordergrund, das Prüfsiegel des österreichischen TÜV bestätigt die Qualität. Das Modell MAX lässt sich zwar nicht mit dem Isofix-System verbinden, dafür kann der Gurt an die Schulterhöhe des Kindes angepasst werden. Sie bekommen mit der Autositzerhöhung MAX einen günstigen, funktionalen und TÜV-geprüften Sitz für wenig Geld. Die Kundenbewertungen bei Amazon zeigen, dass Komfort etwas anderes ist, die Zufriedenheit ist trotzdem groß. Bei dem niedrigen Preis erwartet ein erfahrener Käufer eben keine Luxusausstattung. Neben dem MAX führt Petex auch den MORITZ, den es ebenfalls in mehreren Farben gibt.
Welche Gesetze regeln die Verwendung einer Kindersitzerhöhung?
Regelungen zur Kindersitzerhöhung finden sich sowohl in der deutschen Straßenverkehrsordnung als auch im EU-Recht. Das zeigt, wie wichtig die ordentliche Sicherung kleiner Kinder genommen wird. Die Straßenverkehrsordnung regelt in Paragraf 21 die Personenbeförderung, darunter auch die sichere Beförderung von Kindern unter zwölf Jahren. In diesem Paragrafen findet sich zudem ein Verweis auf das EU-Recht.
Paragraf 21 der Straßenverkehrsordnung
Mit Paragraf 21 StVO schreibt der Gesetzgeber vor, Kinder im Auto nur mit geeigneten Rückhalteeinrichtungen zu befördern. Das gilt für Kinder unter zwölf Jahren oder mit einer Körpergröße unter 150 Zentimeter. Gemeint sind damit die passenden Kindersitze und Sitzerhöhungen. An dieser Stelle verweist die deutsche Straßenverkehrsordnung auf die entsprechenden Richtlinien des Europäischen Rates.
Konsequenzen bei Nichtbeachtung
Wer die Vorgaben missachtet, muss mit einem Bußgeld rechnen:
- ein nicht vorschriftsmäßig gesichertes Kind: 30 Euro
- mehrere nicht vorschriftsmäßig gesicherte Kinder: 35 Euro
- ein ungesichertes Kind: 60 Euro plus ein Punkt in Flensburg
- mehrere ungesicherte Kinder: 70 Euro plus ein Punkt
Richtlinie 91/671/EWG des Europäischen Rates
Diese Richtlinie deckt sich mit der deutschen Regelung. In der gesamten EU dürfen Kinder demnach nur auf Sitzen befördert werden, die für ihre Altersgruppe geeignet sind. Zusätzlich hält die Richtlinie fest, dass die Regelungen der einzelnen Mitgliedsländer auch in den anderen anerkannt werden. Das erleichtert die Sache, wenn Sie mit Ihren Kindern Urlaub in einem anderen EU-Land machen.
Prüfnorm UN ECE Reg. 44/04 oder 129
Die Prüfnorm geht auf die United Nations Economic Commission for Europe zurück. Das Prüfsiegel zeichnet Kindersitze aus, die nach den geltenden Vorgaben hergestellt wurden. Ältere Sitzerhöhungen dürfen zwar weiter benutzt werden, im Handel sollen sie aber nicht mehr angeboten werden.
Die UN ECE Reg. 129 bezieht sich auf die „i-Size“. Das sind Kindersitze, mit denen Kleinkinder bis zu einem Alter von etwa 15 Monaten rückwärtsgerichtet mitfahren. Das ist noch einmal sicherer, weil der Schulterbereich der Kleinen in diesem Alter sehr instabil ist.

Worauf sollten Sie beim Kauf achten?
Eltern treffen von der Geburt an unzählige Entscheidungen, und fast immer geht es um die gesunde Entwicklung und die Sicherheit ihrer Kinder. Damit der Kauf einer Sitzerhöhung nicht zur Grübelei wird, haben wir das Wichtigste zusammengetragen.
Diese Merkmale sollte die Sitzerhöhung haben
- eine gültige Prüfnorm UN ECE Reg. 44/03, 44/04 oder 129 (siehe Prüfetikett)
- Führungen für den Dreipunktgurt
- nach Möglichkeit eine feste Verbindung über Isofix-Adapter
Welche Sitzerhöhung passt zu meinem Kind?
Drei Dinge müssen zusammenpassen: Die Erhöhung muss ins Auto passen, sie muss zu Gewicht und Alter des Kindes passen, und das Kind muss längere Zeit bequem darin sitzen können. Dazu kommen zwei Fragen, die Sie vorab klären sollten. Braucht mein Kind eine Rückenlehne? Und lässt sich der Bezug waschen?
Eine Rückenlehne kostet zwar Platz im Auto. Sie macht die Fahrt aber deutlich angenehmer, gerade für jüngere Kinder, und sie erhöht die Sicherheit. Der ADAC bietet eigene Beratungen zum passenden Kindersitz an. Scheuen Sie sich nicht, das Angebot zu nutzen.
Kindersitz oder Kindersitzerhöhung: was ist besser?
Irgendwann kommen Eltern an einer Sitzerhöhung nicht vorbei. So sicher und bequem ein Kindersitz auch sein mag, irgendwann sind die Kleinen einfach zu groß. Der Sitz wird eng und unbequem. Bleibt die Frage nach dem richtigen Zeitpunkt. Für manche Eltern kann der Wechsel gar nicht früh genug kommen, denn der Kindersitz ist klobig, schwer und lässt sich nur umständlich ausbauen.
Wer vom Sicherheitsfaktor her denkt, nutzt den Kindersitz lieber länger als zu kurz. In puncto Sicherheit übertrifft ein Kindersitz jede Sitzerhöhung, selbst eine mit Rückenstütze. Deshalb sollten Sie die Entscheidung in Ruhe treffen.
Kindersitz
- sichere Befestigung im Auto
- fest angezogene Gurte halten das Kind optimal
- Seiten- und Rückenlehnen schützen und stützen
- beansprucht viel Platz
- die Gurtsysteme sind nicht immer leicht zu bedienen
- meist recht teuer
Kindersitzerhöhung
- sehr flexibel in der Handhabung
- teils sehr günstige Angebote
- leicht ein- und auszubauen
- der Sicherheitsaspekt ist häufig nur mäßig erfüllt
- nicht fixierte Erhöhungen können wegrutschen
- oft fehlt eine Rückenlehne
Fazit
Die Kindersitzerhöhung gehört zum Auto wie das Lenkrad, zumindest sobald Kinder mitfahren. Ohne ein passendes Sicherheitssystem dürfen sie gar nicht mit, und es wäre auch lebensgefährlich. Für jedes Kind kommt zudem der Tag, an dem es nicht mehr in den Kindersitz passt.
Ihren Platz hat die Sitzerhöhung nicht nur im Familienauto. Gerade im Zweitwagen oder im Auto der Großeltern kommt oft die günstige Variante zum Einsatz. Für diesen gelegentlichen Gebrauch ist das auch völlig in Ordnung. Unsere Empfehlung bleibt trotzdem: Nutzen Sie den Kindersitz, solange es geht. Ist er zu klein geworden, sollte eine bequeme und sichere Sitzerhöhung nachrücken.
Häufig gestellte Fragen
Wer eine Kindersitzerhöhung kaufen möchte, hat am Anfang meist viele Fragen. Die häufigsten beantworten wir hier.
Was kostet eine Kindersitzerhöhung?
Bei den Sitzerhöhungen tauchen immer wieder Billigangebote von Discountern auf, teils für weniger als zehn Euro. Ein verlockender Preis, denn optisch unterscheiden sich diese Sitze kaum von Modellen für fast hundert Euro. Wir raten trotzdem, genau hinzuschauen und nur qualitativ hochwertige Produkte zu kaufen.
Wo kaufe ich eine Kindersitzerhöhung?
Es muss nicht das Fachgeschäft sein. Dort haben Sie aber den Vorteil, die Sitzschale anzufassen, probezusitzen oder den Sitz direkt im Auto zu testen. Sonderaktionen und versandkostenfreie Angebote, zum Beispiel bei Amazon, machen den Kauf im Internet dafür günstiger und bequemer.
Wer nutzt Kindersitzerhöhungen?
Eine Sitzerhöhung gehört in jedes Auto, in dem Kinder mitfahren. Das betrifft vor allem Eltern, Großeltern und Freunde der Familie.
Welcher Kindersitz passt zu meinem Auto?
Am Ende hilft nur der Praxistest. Testen Sie die Sitzerhöhung direkt in Ihrem Auto und lassen Sie Ihr Kind gleich probesitzen. Passt der Sitz nicht, schicken Sie ihn ohne Zögern zurück.
Was tun, wenn mein Kind für die Sitzerhöhung zu schwer ist?
Manche Kinder sind noch keine zwölf Jahre alt und auch keine 150 Zentimeter groß, wiegen aber schon mehr als das Maximalgewicht. Dann nutzen Sie die Sitzerhöhung trotzdem weiter. Ausschlaggebend sind Alter und Körpergröße.
Kann eine Sitzerhöhung auch mit einem Beckengurt genutzt werden?
Nein. Mit einem reinen Beckengurt wäre der Oberkörper Ihres Kindes im schlimmsten Fall ungeschützt. Für die Nutzung mit Beckengurt gibt es spezielle Kindersitze, die laut Kreisverkehrswacht Mannheim aber nur bis 25 Kilogramm Körpergewicht zugelassen sind.
Darf die Kindersitzerhöhung auf den Beifahrersitz?
Ja, mit einer Sitzerhöhung dürfen Kinder auch vorne mitfahren. Achten Sie darauf, dass der Sitz gut passt. Wegen des Airbags schieben Sie den Beifahrersitz in die hinterste Position. Der Kopf des Kindes darf dabei nicht hinter den Gurtauslass rutschen, und die Rückenlehne sollte gerade stehen.
Wofür lässt sich eine Sitzerhöhung noch nutzen?
Kreative Eltern setzen die einmal gekaufte Sitzerhöhung auch abseits des Autos ein. Im Kino oder Theater sehen Kinder damit deutlich mehr. Und in manchen Flugzeugen dürfen bestimmte Kindersitze verwendet werden, hier gelten die Vorgaben der jeweiligen Fluggesellschaft.




