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Elektronik

IPL-Haarentfernung Vergleich 2026

IPL-Haarentfernungsgerät mit mehreren Aufsätzen auf einer hellen Badezimmerablage
IPL-Haarentfernungsgerät mit mehreren Aufsätzen auf einer hellen Badezimmerablage

Die 5 besten IPL-Geräte im Vergleich

Stand: July 2026 · Sortiert nach Redaktionsnote · Alle Preise inkl. MwSt.

  1. 1

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IPL-Geräte Kaufratgeber

Das sollten Sie vor dem Kauf wissen.

So ist dieser Vergleich entstanden

Preise, Verfügbarkeit und Produktbilder werden live über die Amazon Product Advertising API abgerufen und können sich jederzeit ändern – der tagesaktuelle Preis steht bei Amazon. Die Sterne und die Platzierung sind eine redaktionelle Einschätzung der Testella-Redaktion auf Basis von Ausstattung, Herstellerangaben und Marktresonanz, keine gemessene Testnote.

Glatte Haut ohne tägliches Rasieren, das wünschen sich viele. Ein IPL-Gerät verfolgt genau dieses Ziel: Lichtblitze veröden die Haarwurzeln, sodass die Behaarung nach mehreren Anwendungen immer spärlicher nachwächst oder ganz ausbleibt. Damit gehört die Methode zur dauerhaften Haarentfernung, und sie funktioniert inzwischen auch zu Hause. In diesem Ratgeber lesen Sie, wie die Technik arbeitet, für welche Haut- und Haartypen sie taugt und worauf Sie beim Kauf achten sollten.

Was ist ein IPL-Haarentfernungsgerät?

Wer seine Körperhaare entfernt, ist damit nicht allein. Eine Befragung des Herstellers Philips ergab, dass sich rund 78 Prozent der Frauen und 69 Prozent der Männer die Haare entfernen, schlicht weil sie sich damit wohler fühlen. Philips stellt selbst IPL-Geräte her und befragte für die Erhebung jeweils etwa 500 Frauen und Männer. Der Wunsch nach glatter Haut ist also weniger eine Mode als eine Frage des eigenen Empfindens. Mit einem IPL-Gerät verlängern sich zumindest die Abstände zwischen den Behandlungen deutlich, denn der Haarwuchs geht nach einigen Sitzungen spürbar zurück oder bleibt ganz aus.

IPL steht für “Intense Pulsed Light”, auf Deutsch intensiv pulsierendes Licht. Am treffendsten beschreibt es der Begriff Blitzlichtbehandlung. Technisch gehört das Verfahren zur Photoepilation. Das Gerät sieht aus wie ein kleiner Föhn, nur dass es statt warmer Luft Lichtblitze abgibt, über verschiedene Aufsätze gezielt auf einzelne Körperregionen.

Gegenüber Rasur, Wachs oder Epilation hat die Methode einen handfesten Vorteil: Nach einigen Sitzungen ist die Körperbehaarung über Jahre kaum noch ein Thema. Deshalb zählt die IPL-Haarentfernung zu den dauerhaften Verfahren, auch wenn “dauerhaft” bei den Heimgeräten ein wenig großzügig gemeint ist. Mehr dazu weiter unten.

Wie funktioniert ein IPL-Gerät?

Das Geheimnis steckt im Licht, genauer im verwendeten Lichtspektrum. Als Lichtquelle dient in IPL-Geräten eine Xenonlampe. Über eine Kartusche gibt das Gerät eine bestimmte Zahl von Blitzen ab, und bei vielen Modellen ist damit zugleich die Lebensdauer festgelegt. Die Blitze wirken punktgenau auf die einzelnen Hautstellen und veröden die Haarwurzel in einer bestimmten Wachstumsphase. Das für die Haut schädliche UV-Licht filtert das Gerät dabei heraus.

Nahaufnahme eines IPL-Geräts, das mit aufleuchtendem Lichtblitz flach auf der Haut des Unterschenkels aufliegt
Der Blitz löst nur aus, wenn das Gerät flächig auf der Haut aufliegt, und die feinen Härchen leiten die Energie bis zur Wurzel.

Ausgenutzt wird dabei das positive Lichtspektrum. Die feinen Härchen wirken bei der Behandlung wie ein Leiter. Sie nehmen die Lichtimpulse auf, verstärken sie und leiten die Energie bis in die Wurzel weiter. Dort entsteht Hitze, und die zerstört die Haarwurzel. Damit das zuverlässig klappt, müssen zwei Bedingungen erfüllt sein.

Zwei Voraussetzungen für den Erfolg

Erstens muss das Haar genügend Melanin enthalten, denn das Farbpigment wandelt das Licht überhaupt erst in Wärme um. Zweitens muss sich das Haar in der Wachstumsphase befinden, weil es nur dann fest mit der Wurzel verbunden ist und die Energie weiterleiten kann. Fehlt eine der beiden, läuft der Blitz ins Leere.

Welche Rolle spielt das Melanin?

Melanin ist das Farbpigment, das unter anderem die Haarfarbe bestimmt, und genau diese Pigmentierung machen sich IPL-Geräte zunutze. Im Haar arbeitet Melanin als Energiewandler für das Lichtspektrum, das die Geräte aussenden. Es setzt das Licht in Wärme um, und diese Wärme reicht aus, um die Wurzel zu zerstören. Vereinfacht gilt: Je mehr Melanin im Haar steckt, desto besser wirkt die Behandlung.

Die Hersteller reagieren darauf mit Sensoren, über die sich die Intensität der Blitze an den Haartyp anpassen lässt. Das Gerät schlägt selbst vor, welche Stufe passt. Hochwertige Modelle regeln fortlaufend nach, je nachdem welche Hautpartie gerade behandelt wird. Weil dunkles Haar mehr Melanin enthält, arbeitet die Methode dort am wirksamsten.

Das körpereigene Melanin trägt den energiegeladenen Blitz bis in die Haarwurzel. Deshalb entscheidet die Menge an Melanin im Haar über die Wirksamkeit der Behandlung. Sehr helle Haartypen werden mit dem Ergebnis dagegen selten zufrieden sein, weil ihnen genau das Pigment fehlt, das den Blitz bis zur Wurzel bringt.

Warum die Wachstumszyklen so wichtig sind

Die zweite Bedingung ist der richtige Wachstumszyklus. Nur ein Haar im Wachstum sitzt fest an der Wurzel und kann die Energie aus dem Lichtimpuls dorthin weiterleiten. Genau das ist das Ziel der Behandlung: die Wurzel zu veröden. Die Haare am Körper stecken allerdings immer gleichzeitig in drei verschiedenen Stadien. Einige sind in der aktiven Wachstumsphase, andere in der Übergangsphase, wieder andere ruhen gerade. Weil in jeder Körperzone immer ein Teil der Haare in einer anderen Phase steckt, reicht eine einzelne Sitzung nie aus. Der Erfolg hängt an der mehrfachen Wiederholung.

Wachstumsphase

Diese aktive Phase (Anagenphase) ist die entscheidende. Laut einer Aufstellung von Dermatherm befinden sich etwa 20 bis 30 Prozent der Haare gerade im Wachstum. Nur hier stehen die Härchen in Verbindung mit der Wurzel und können die Energie aus dem Blitz umwandeln und weiterleiten.

Übergangsphase

In der Katagenphase löst sich das Haar von der Wurzel. Zelle und Wurzel verändern sich, das Haar wird abgestoßen und wandert langsam an die Hautoberfläche. Eine Verbindung zur Wurzel besteht dann nicht mehr. Das Haar verbrennt zwar beim Blitzen, die Wurzel bleibt aber intakt und bildet schon nach wenigen Wochen neue Haare.

Ruhephase

In der Telogenphase bekommt das Haar keine Nährstoffe mehr, wird dünner und fällt schließlich aus. Mit 10 bis 30 Prozent steckt immer ein guter Teil der Haare in diesem Zustand. Veröden lässt sich die Wurzel jetzt nicht, weil das melaninhaltige Haar sie nicht mehr mit Energie versorgt.

Wie dauerhaft ist die dauerhafte Haarentfernung?

Bei dem Wort “dauerhaft” darf man ruhig schmunzeln, so endgültig wie es klingt ist die Sache nämlich nicht. Gerade bei den Geräten für zu Hause fällt der Blitz schwächer aus als beim Profigerät. Häufig wird die Wurzel nur geschockt, erholt sich wieder und lässt nach zwei oder drei Monaten neue Haare sprießen. Deshalb sind die wiederholten Sitzungen so wichtig, sie halten die Behaarung dauerhaft niedrig. Deutlich nachhaltiger arbeiten die stärkeren Geräte in der Arztpraxis. Ob sich das lohnt, hängt am Ende von zwei Dingen ab: der Wirkung und den Kosten. Beide Seiten schauen wir uns gleich noch genauer an.

Wofür wird ein IPL-Gerät verwendet?

Die IPL-Haarentfernung für zu Hause lässt sich sehr breitflächig einsetzen. Überall dort, wo Körperhaare stören, dürfen Sie das Gerät ansetzen. Die Intensität der Blitze ist von Haus aus so eingestellt, dass bei gesunder Haut keine Gefahr einer Schädigung besteht. Die folgenden Abschnitte gehen die wichtigsten Körperregionen der Reihe nach durch.

Am Körper

Grundsätzlich eignet sich die Methode für den ganzen Körper. Das dürfte vor allem Männer freuen, die unter starkem Haarwuchs leiden. Für große Flächen greifen Sie am besten zu einem möglichst großen Aufsatz. Achten Sie darauf, keine Stelle doppelt zu behandeln, sonst drohen Hautreizungen. Wenn Sie eine Region nicht am Stück schaffen, markieren Sie die bereits behandelten Bereiche, damit Sie den Überblick behalten.

Philips etwa bietet ein Gerät mit besonders großem Körperaufsatz an, das sich an Männer richtet. Damit sparen Sie Zeit, weil die Behandlung schneller vorangeht als mit kleinen Aufsätzen. Bei großflächigen Zonen wie Rücken, Brust oder Beinen macht sich das deutlich bemerkbar.

Hand führt ein IPL-Gerät über den rasierten Unterschenkel, daneben liegen verschiedene Aufsätze
Die Unterschenkel eignen sich gut für die ersten Versuche, hier lassen sich die Abläufe in Ruhe einüben.

Unterschenkel

Die Unterschenkel sind der ideale Bereich für die ersten Versuche. Hier ist die Anwendung unkompliziert, die Fläche ist gut zugänglich, und Sie üben in Ruhe die Abläufe ein, die Sie später am ganzen Körper brauchen. Dieselben Behandlungsschritte gelten dann auch für die übrigen Zonen, nur beginnen Sie eben dort, wo am wenigsten schiefgehen kann. Vor der Behandlung gelten dieselben Regeln wie überall sonst:

  • etwa 24 Stunden vorher rasieren
  • zwei Wochen davor und danach kein Sonnenbad
  • die Haut vor der Anwendung reinigen

Achselhöhlen

Endlich Schluss mit dem ständigen Rasieren der Achseln? Mit dem IPL-Gerät rückt das nach etwa einem Vierteljahr in erreichbare Nähe. Achselhaare eignen sich gut für die Methode, und das liegt an einem glücklichen Umstand: Sie sind meist dunkel, während die Haut darunter hell ist. Bessere Voraussetzungen für eine dauerhafte Entfernung gibt es kaum. Wichtig ist nur, die Haare gerade hier rund 24 Stunden vorher zu rasieren. Sonst leitet das Haar den Impuls nicht in die Wurzel, sondern verbrennt an der Oberfläche.

Gesicht

Im Gesicht stören vor allem Frauen dunkle, kräftige Härchen auf der Oberlippe oder am Kinn, denn einen Damenbart möchte niemand tragen. Wer eine Behandlung im Gesicht plant, sollte schon beim Kauf darauf achten, dass ein spezieller Gesichtsaufsatz dabei ist. Der ist klein und hat einen zusätzlichen UV-Lichtfilter. Ansonsten gilt die übliche Vorgehensweise, und die Gebrauchsanweisung des Geräts sollten Sie hier besonders genau lesen.

Und die Augenbrauen?

Auch die Augenbrauen lassen sich behandeln, aber diesen Bereich überlassen Sie besser Fachleuten. Philips selbst empfiehlt die Anwendung der Lumea-Reihe nur im unteren Gesichtsbereich. Bedenken Sie außerdem, dass sich Modevorlieben ändern, die IPL-Behandlung aber auf Dauer angelegt ist. Was einmal weg ist, soll nicht wiederkommen. An den Augenbrauen behandeln Sie deshalb höchstens die wirklich störenden Härchen.

Intimbereich

Im Intimbereich funktioniert die Methode wie am restlichen Körper. Teilweise liegen spezielle Bikiniaufsätze bei, die auf die zarte Haut in dieser Region abgestimmt sind. Der Lohn ist auch hier eine über längere Zeit haarfreie Zone, denn die Wurzeln werden durch die Hitze der Blitze verödet und wachsen nicht im großen Stil nach. Der Intimbereich reicht bis unter den Slip, bei Männern unter die Boxershorts. Gegen die Anwendung in Eigenregie spricht nichts, Männer sollten an Hoden und Penis aber besonders genau der Anleitung folgen. Weil die Haut dort oft etwas dunkler ist, fallen die Ergebnisse schwächer aus, und der Hauttonsensor muss neu eingestellt oder geprüft werden.

Gerade in der Bikinizone kann eine Beratung in der Fachpraxis Sicherheit geben. Genauso hilft es, erst am restlichen Körper Erfahrung zu sammeln. Erfahrene Anwenderinnen berichten übereinstimmend, dass sie mit der Zeit sicherer und schneller wurden. Arbeiten Sie sich deshalb von den großen, einfachen Flächen zu den feineren Regionen vor, in Ruhe und ohne Hektik. Ihre Haut wird es Ihnen danken.

IPL zu Hause oder beim Arzt?

Soll ich meinen Körper wirklich in Eigenregie haarfrei machen? Und was, wenn ich das Gerät falsch bediene und mir die Haut schädige? Diese Zweifel sind berechtigt, und sie führen zur Frage nach den Qualitätsunterschieden zwischen Heimgerät und Praxis.

Wer sich in einer spezialisierten Praxis behandeln lässt, profitiert von moderneren Geräten und von Fachwissen. Meist übernehmen Hautarztpraxen diese Behandlungen. Der Hautarzt Dr. Uwe Kirschner erklärt auf seiner Website genau, worauf er dabei Wert legt und worin er die Gefahren der Selbstbehandlung sieht. In der Praxis werden Haut und Behaarung zuerst begutachtet und eingestuft, danach entscheidet der Arzt über die passende Methode für den jeweiligen Hauttyp.

In der Regel steht dort nicht nur ein einziges Gerät, sondern für unterschiedliche Hauttypen jeweils das passende Verfahren. Praxen, die dauerhafte Haarentfernung anbieten, setzen ein ausführliches Beratungsgespräch voraus und stimmen das Vorgehen eng mit den Kundinnen und Kunden ab. Ein erhöhtes Sicherheitsgefühl und eine umsichtige Anwendung sprechen klar für diesen Weg.

Auf der anderen Seite machen ausführliche Bedienungsanleitungen die eigene Anwendung leicht. Erfahrungsberichte im Netz sind reichlich vorhanden, oft mit kleinen Videos ergänzt, und auch die überwiegend positiven Bewertungen bei Amazon sprechen dafür, dass sich die Geräte für zu Hause unkompliziert bedienen lassen. Bei den Kosten nehmen sich beide Wege am Ende wenig: Einzelne Sitzungen beim Profi kosten Geld, das Gerät kostet Geld. So gesehen ist die Haarentfernung nicht in erster Linie eine Frage des Preises, sondern der eigenen Einstellung gegenüber Heimgeräten und professionellen Zentren.

IPL-Gerät mit Aufbewahrungstasche und aufgeschlagener Anleitung auf einem hellen Sofa
Zu Hause machen ausführliche Anleitungen die Anwendung leicht, bequem auf dem Sofa statt im Behandlungsstuhl.

Arzt oder Eigenbehandlung im Überblick

Für die Behandlung beim Arzt sprechen spezialisiertes Fachwissen, hochmoderne und effektivere Geräte, eine intensive Beratung und ein nachhaltigeres Ergebnis. Dagegen stehen Termine, Anfahrtswege und die höheren Kosten.

Für die Anwendung zu Hause sprechen die einmaligen Anschaffungskosten, die ausführliche Anleitung und die einfache Handhabung im eigenen Bad. Der Preis dafür: Hauterkrankungen können unerkannt bleiben, Anwendungsfehler die Gesundheit gefährden, und die Wirkung fällt schwächer aus als bei den Profigeräten. Welcher Weg besser passt, hängt weniger vom Geldbeutel ab als davon, wie viel Sicherheit Sie brauchen und wie gern Sie Dinge selbst in die Hand nehmen.

IPL oder Laser: Was ist der Unterschied?

Die IPL-Haarentfernung arbeitet mit einem breiten Lichtspektrum. Laut dem Ärzte- und Laserzentrum mit Sitz in Frankfurt und Wiesbaden liegt es bei rund 450 bis 600 Nanometern, je nach Gerät. Auf der Seite des Zentrums erklären die Ärzte, dass die Laser-Haarentfernung dagegen eine feste Wellenlänge nutzt, meist 755 oder 808 Nanometer, für sehr dunkle Hauttypen auch 1064 Nanometer. Der entscheidende Unterschied: Der Laser trifft die Haarwurzel gezielt, während die IPL-Methode auch die umliegende Haut miterwärmt. Schmerzhaft ist keines von beiden.

Das Ärzte- und Laserzentrum verweist außerdem auf die etwa dreimal schnellere Wirkung der Laserbehandlung. Die ist allerdings teuer und für den Hausgebrauch ohne besondere Ausbildung nicht erlaubt, weil unsachgemäß eingesetzte Laserstrahlen die Haut schädigen können.

Kurz gegenübergestellt: Die IPL-Methode behandelt eine größere Fläche pro Blitz, funktioniert auch zu Hause und lässt sich an fast allen Körperstellen einsetzen, birgt aber das Risiko von Anwendungsfehlern und passt nicht zu jedem Haut- und Haartyp. Die Laser-Haarentfernung gilt als die wirksamste und nachhaltigste Methode, arbeitet Haar für Haar gezielt, verlangt aber medizinisch geschultes Personal, feste Termine und ein deutlich größeres Budget.

Tipps zur Anwendung

Bevor Sie das Gerät zum ersten Mal einschalten, sollten Sie sich gründlich mit dem Thema befassen. Die Heimgeräte gelten als risikoarm, doch die Vorbehalte der Fachärzte sind nicht aus der Luft gegriffen. Trotzdem lässt sich ein IPL-Gerät durchaus zu Hause anwenden, solange Sie die Bedienungsanleitung genau befolgen. Diese Punkte gehören zur Grundroutine:

  • etwa 24 Stunden vor der Anwendung rasieren
  • zwei Wochen davor und danach nicht in die Sonne
  • das Gerät vor und nach jeder Anwendung reinigen
  • die Lichtintensität richtig einstellen
  • genug Zeit einplanen
  • anfangs alle zwei Wochen wiederholen
  • keine Hautpartie doppelt behandeln
  • die Bedienungsanleitung beachten

Besonders die Rasur rund 24 Stunden vorher ist wichtig. Das Melanin sitzt nämlich auch im Haar über der Hautoberfläche und würde die Blitze dort in Wärme umwandeln. Nicht rasierte Haare verbrennen dann einfach, ohne dass der Impuls unter die Haut gelangt.

Zur Lichtintensität wird der Hautarzt Dr. Uwe Kirschner deutlich. Sowohl eine Über- als auch eine Unterdosierung hat Folgen. Zu viel Energie kann zu Verbrennungen oder Lichtschäden führen, im schlimmsten Fall steigt das Hautkrebsrisiko. Zu wenig Energie lässt die Haare nur ergrauen, weil das Melanin zerstört wird, ohne dass die Zahl der Haare abnimmt.

Im Zweifel zum Hautarzt

Ob Ihre Haut sich für die Behandlung mit einem IPL-Gerät eignet, kann ein Hautarzt vorab abklären. Wer bei der Einstellung der Intensität unsicher ist, sollte sich vor der ersten Anwendung beraten lassen, sei es beim Facharzt oder bei erfahrenen Anwendern. Über- und Unterdosierung lassen sich so von Anfang an vermeiden.

Der richtige Zeitpunkt

Wer im Winter mit der IPL-Haarentfernung beginnt, hat bis zum Sommer schon mehrere Anwendungen hinter sich und kann den Haarwuchs bereits deutlich reduziert haben. So ist die Haut zur Strandsaison da, wo Sie sie haben möchten.

Ein Gerät, das nicht zu jedem passt

Ein Nachteil der Methode: Nicht jeder Haut- und Haartyp eignet sich. Hinzu kommen weitere Gründe, die gegen eine Anwendung sprechen. Die folgende Aufstellung wirkt auf den ersten Blick lang, betrifft aber überwiegend Sonderfälle, die längst nicht auf so viele Menschen zutreffen, wie es scheint.

Für wen sind IPL-Geräte geeignet?

Jedem Gerät liegt eine ausführliche Anleitung bei, oft auch online abrufbar. Dort steht, welche Haut- und Haarmerkmale sich für die Behandlung eignen, und nach dieser Tabelle richtet sich auch der Hauttonsensor. Grundsätzlich taugt die Methode für Frauen wie Männer und für fast alle behaarten Körperstellen. Am besten funktioniert sie bei heller Haut und dunklen Haaren, weil dann viel Melanin im Haar auf wenig Melanin in der Haut trifft. Und das trifft sich gut, denn bei genau diesem Typ fallen die Körperhaare besonders deutlich auf.

Für wen sind IPL-Geräte nicht geeignet?

Vor der Liste bitte nicht erschrecken. Die Merkmale sind zwar vielfältig, aber sehr speziell und treffen auf die meisten Menschen nicht zu. Sollten Sie doch dazugehören, ist das kein Grund zur Enttäuschung, es gibt weitere Wege, die Körperbehaarung in den Griff zu bekommen. Nicht geeignet ist die IPL-Behandlung für Menschen:

  • mit sehr dunkler Hautfarbe
  • mit sehr hellen, rötlichen oder grauen Körperhaaren
  • in Schwangerschaft oder Stillzeit
  • mit Hauterkrankungen, Hautirritationen oder Hautverletzungen
  • mit Tattoos an der betreffenden Stelle
  • mit gestörter Wundheilung
  • mit Lichtallergie
  • nach einer kürzlichen Hautoperation
  • mit schweren Erkrankungen wie Diabetes, Aids, Herzleiden oder Epilepsie
  • mit einer Bluterkrankheit

Die Behandlung wirkt mit hoher Energie auf die Haut ein. Deshalb lohnt es sich, den eigenen Gesundheits- und vor allem Hautzustand vorab zu klären. Sehr dunkle Haut scheidet wegen ihres hohen Melaningehalts aus, sehr helle Haare enthalten umgekehrt zu wenig Melanin, um die Energie bis zur Wurzel zu transportieren. Wer unsicher ist, spricht die Eignung am besten vorher mit einem Hautarzt durch. Für die Vollständigkeit dieser Liste übernehmen wir keine Gewähr, im Zweifel führt der Weg über ein Beratungsgespräch in einer Fachklinik oder Hautarztpraxis.

Welche Vor- und Nachteile hat ein IPL-Gerät?

Zur Haarentfernung gibt es viele Methoden, manche dauerhaft, manche vorübergehend. Welche zu Ihnen passt, entscheiden am Ende Sie selbst. Für die IPL-Haarentfernung sprechen mehrere Punkte:

  • eine auf Dauer angelegte Methode
  • nahezu schmerzfrei
  • an fast dem ganzen Körper anwendbar
  • Heimgeräte mit einmaligem Anschaffungspreis statt laufender Kosten

Wie fühlt sich das an? Anwender beschreiben es wie das Prickeln feiner Sandkörner, die bei starkem Wind auf die Haut treffen. Stellen Sie sich also einen Spaziergang durch die Dünen am Meer vor, und freuen Sie sich auf die bald glatte Haut. Dem gegenüber stehen ein paar Nachteile:

  • hohe Anschaffungskosten für das Gerät
  • hohe Kosten bei professioneller Anwendung in der Praxis
  • bei unvorsichtiger Handhabung sind Hautschäden möglich
  • nicht für jeden Hauttyp geeignet

IPL-Geräte im Praxistest

Nervige Körperbehaarung und der Kampf dagegen treiben viele dazu, sich nach Alternativen umzusehen. Die IPL-Haarentfernung verspricht dauerhaft glatte Beine, weil die Blitze die Haare mitsamt Wurzel unter der Haut veröden, und das nahezu schmerzfrei. Damit Sie sich langwierige Vergleiche sparen, ordnen wir die Geräte hier ein und benennen Stärken wie Schwächen.

Unser Vergleichssieger: Philips Lumea Prestige BRI956

Das Lumea Prestige BRI956 von Philips gehört zur jüngeren Generation der Haarentfernungsgeräte mit IPL-Technologie. Überzeugend sind vor allem die verschiedenen Aufsätze für einzelne Körperpartien. Sie sind ergonomisch geformt und liegen den Körperstellen gut an, sodass der Blitz möglichst flächig einwirkt. Dazu kommt jeweils ein speziell angepasster Lichtfilter für die behandelte Zone. Spezielle Aufsätze gibt es für:

  • das Gesicht
  • die Achselhöhlen
  • die Bikinizone
  • großflächige Stellen wie Arme und Beine

Philips gibt an, dass nach drei Anwendungen bereits 92 Prozent der Haare nicht mehr nachwachsen. Überzeugend ist auch das Auslöser-Prinzip: Der Blitz löst nur aus, wenn das Gerät flächig auf der Haut aufliegt, ein Lichtsignal zeigt die Einsatzbereitschaft an. Aus diesem Grund ist das Gerät auch nicht schädlich für die Augen, weil es nicht ins Leere blitzen kann. Betreiben lässt es sich wahlweise mit Akku oder am Kabel, geliefert wird es mit einer Aufbewahrungstasche. Als Vorteile des BRI956 nennen die von uns gesichteten Bewertungen durchgehend:

  • ein gelungenes Design
  • das handliche Format
  • die Eignung bis zum dunkleren Hauttyp V
  • eine hohe Wirksamkeit
  • eine lange Lebensdauer

Der einzige wiederkehrende Kritikpunkt in den vielen von uns gesichteten Bewertungen ist die etwas zu kleine Aufbewahrungstasche. Manche fürchten, dass Gerät oder Tasche darin leicht Schaden nehmen.

Was sagt die Stiftung Warentest?

Die Stiftung Warentest hat IPL-Geräte seit Langem nicht mehr geprüft. Ein aktuelles Testurteil von dort gibt es also nicht, ältere Aussagen sind nur mit Vorsicht zu übertragen.

Welches IPL-Gerät ist das beste?

Mit unserer Einschätzung möchten wir einen Anhaltspunkt für den Kauf geben. Nach dem Vergleich verschiedener IPL-Geräte-Tests hat bei den Herstellern Philips mit einigen Produkten die Nase vorn. In diesem Zusammenhang können wir die Philips-Lumea-Prestige-Reihe empfehlen. Umfangreiches Zubehör, durchdachte Sicherheitsvorkehrungen, gute Anleitungen und viele positive Kundenbewertungen stützen diese Empfehlung.

Woran Sie schwache Geräte erkennen

Geräte, die ausreichend getestet und als sicher eingestuft sind, haben ihren Preis. Genau hier setzen billige Kopien an. Schlechte Geräte bieten keine Einstellmöglichkeit für die Intensität der Blitze. Achten Sie außerdem auf eine vorhandene Bedienungsanleitung, denn gerade zu Hause zählt der sichere Umgang. Prüfen Sie die Sicherheitsfunktionen: Gibt es einen UV-Filter? Hat das Gerät einen Hauttonsensor? Wie sieht es mit der Garantie aus? Und reicht die Energie der Lampe für eine wirksame Behandlung?

Ausreichend getestete und als sicher eingestufte Geräte haben ihren Preis, daran gibt es keinen Zweifel. Genau an diesem Punkt schlagen billige Kopien aus Fernost ein. Der Unterschied liegt eben nicht nur im Preis, sondern in den Sicherheitsfunktionen, der Verarbeitung und der Energie der Lampe.

Spezialisierte Praxen raten von der IPL-Technik zu Hause übrigens grundsätzlich ab, weil sie die Geräte für nicht wirksam und sicher genug halten und sich um die Anwender sorgen. Die Heimgeräte sind tatsächlich schwächer als die Profigeräte mit zertifizierter Ausbildung. Genau deshalb sind sie für Laien aber gefahrlos zu bedienen, sofern die Sicherheitsvorschriften eingehalten werden. Umso wichtiger ist beim Kauf, dass die Qualität stimmt.

Die wichtigsten Eigenschaften eines IPL-Geräts

Vor dem eigenen IPL-Gerät steht der Vergleich der verschiedenen Produkte. Diesen Überblick über die wesentlichen Eigenschaften sollten Sie im Kopf haben, bevor Sie sich für ein Modell entscheiden. Er hilft, Werbeversprechen von echten Qualitätsmerkmalen zu unterscheiden.

Optik, Technik und Verarbeitung

Ein IPL-Gerät soll das eigene Wohlbefinden verbessern, und günstig sind die Geräte nicht. Gerade bei moderner Technik lohnt es sich aber, nicht am falschen Ende zu sparen. Wichtige Qualitätsmerkmale sind Gewicht und Verarbeitung, denn eine Behandlung dauert eine Weile, da sollte das Gerät nicht zu schwer in der Hand liegen. Die Optik erkennen Sie schon auf dem Produktbild, doch das Gefühl beim Halten verrät oft mehr über die Verarbeitung. Am besten nehmen Sie verschiedene Modelle im Fachgeschäft einmal in die Hand. Wo das nicht geht, sind die Kundenbewertungen etwa bei Amazon ein aussagekräftiger Ersatz.

Funktionsumfang und Zubehör

Beim Vergleich fällt auf, wie stark sich die Ausstattung unterscheidet, sowohl bei den Funktionen als auch beim Zubehör. Überlegen Sie vorab, welche Stellen Sie “blitzen” möchten. Das hilft ganz erheblich, das passende Gerät mit den richtigen Aufsätzen zu finden, statt für Zonen zu bezahlen, die Sie ohnehin nicht behandeln.

Ergonomie und Handhabung

Ein Gerät, das gut in der Hand liegt, macht die Behandlung angenehmer, und angenehm ist wichtig, weil eine Sitzung ihre Zeit braucht. Achten Sie deshalb auf eine ergonomische Form und ein übersichtliches Bedienfeld. Auch die Art der Anwendung unterscheidet sich. Bei manchen Geräten müssen Sie den Blitz jedes Mal neu auslösen, bei anderen halten Sie die Taste gedrückt und fahren die Haut einfach ab, während die Blitze fortlaufend ausgelöst werden. Diese Funktion nennen die Hersteller “Auto Flash” oder Blitz-Gleit-Funktion. Für mehr Bedienkomfort und schnellere Sitzungen ist sie ein echtes Plus.

Ergebnis und Hautgefühl

Jeder Mensch und jede Haut sind verschieden. Wie das Ergebnis am Ende ausfällt, lässt sich vorab niemandem versprechen. Einen brauchbaren Anhaltspunkt geben aber die Berichte praktischer Anwender, die ihre Erfahrungen offen teilen. Genau deshalb sind Erfahrungsberichte und Anwendervideos vor dem Kauf so wertvoll, sie zeigen die Methode im echten Alltag statt in der Werbebroschüre.

Ein IPL-Gerät kaufen: Darauf sollten Sie achten

Vor dem Kauf steht immer die Frage, ob das Gerät für die eigene Haut überhaupt taugt. Die passende Bedienungsanleitung finden Sie zu den meisten Geräten online, geben Sie dazu einfach die Produktbezeichnung samt dem Zusatz “Bedienungsanleitung” in die Suchmaschine ein. Darüber hinaus lohnt der Blick auf einige Produktdetails.

Detailaufnahme des Bedienkopfs eines IPL-Geräts mit leuchtenden Kontrollleuchten und Hauttonsensor an der Haut
Der Hauttonsensor prüft die Hautfarbe und stellt die passende Intensität ein, ein Muss für die sichere Anwendung.

Akkulaufzeit und Kabelbetrieb

Klären Sie zuerst, ob das Gerät mit Akku läuft, denn manche Modelle brauchen zwingend Netzstrom. Beim Akku stellt sich die Frage nach der Laufzeit, nichts ist ärgerlicher als eine Behandlung, die abbricht, weil der Akku leer ist. Am flexibelsten sind Geräte, die sich sowohl mit Akku als auch am Netz betreiben lassen. Wie lange eine Sitzung dauert, hängt von der Energie der Blitze, der behandelbaren Fläche, der Zeit zwischen den Impulsen und Ihrer Übung ab.

Geeignete Hauttöne

Auch hier gibt es Unterschiede zwischen den Herstellern. Stufen Sie deshalb zuerst Ihren eigenen Hauttyp anhand der Haut- und Haarfarben-Tabelle ein. Die meisten Geräte decken die Stufen I bis IV ab, sehr gute Modelle reichen bis Stufe V.

Hauttonsensor

Diese Funktion sollte unbedingt vorhanden sein, denn sie sorgt für die sichere Anwendung und die richtige Einstellung. Sowohl eine zu hohe als auch eine zu niedrige Intensität kann Folgen haben, von Hautirritationen bis zum Ergrauen der Haare.

Lebensdauer der Lampe

Die Lebensdauer wird in der Zahl der Blitze oder in zu erwartenden Jahren angegeben. Philips schreibt seinen Geräten bis zu 20 Jahre zu, Braun, Beurer und andere geben rund 100.000 bis 300.000 Blitze an. Prüfen Sie außerdem, ob sich die Kartusche austauschen lässt.

App-Funktion

Viele Geräte bringen inzwischen eine passende App mit. Sie begleitet die Behandlung und hilft bei Unsicherheiten mit Tipps und Hinweisen weiter. Vor allem Anfänger gewinnen dadurch Sicherheit, ein durchaus sinnvoller Komfort.

Zubehör und Aufsätze

Das mitgelieferte Zubehör unterscheidet sich vor allem in den Aufsätzen. Das meiste Zubehör macht ein Gerät aber nicht automatisch zum besten, entscheidend bleibt, welche Partien Sie behandeln möchten. Dazu kommen Aufbewahrungstaschen und mitunter weiteres Pflegezubehör wie Peelingbürsten. Ein Vergleich lohnt sich.

Die besten IPL-Hersteller

In den Vergleichen tauchen immer wieder dieselben Namen auf. Drei Hersteller stellen wir mit ihren jeweiligen Stärken kurz vor, damit Sie einordnen können, wofür der jeweils höhere Preis steht.

Philips

Philips überzeugt in vielen Tests mit den speziell geformten, ergonomischen Aufsätzen für einzelne Körperzonen. Der Hauttonsensor regelt die Intensität des Blitzes automatisch, und die meisten Modelle laufen mit Akku wie am Netz. Die App der Lumea-Reihe sorgt für hohen Bedienkomfort. Die unkomplizierte und zugleich sichere Handhabung rechtfertigt die Preise des Herstellers durchaus. Philips gewährt eine 90-tägige Rückgabefrist, in der die ersten drei Behandlungen bereits abgeschlossen sind. Erste Erfolge müssen sich in dieser Zeit also schon zeigen, sonst schicken Sie das Gerät einfach zurück.

Beurer

Beurer bietet mehrere Modelle, die sich vor allem in der maximalen Zahl der Lichtimpulse unterscheiden, die sie abgeben können. Diese Zahl wird für jedes Gerät gesondert ausgewiesen, was den Vergleich erleichtert. Standardmäßig arbeiten die Geräte mit der Auto-Flash- beziehungsweise Blitz-Gleit-Funktion, das Licht muss also nicht ständig neu ausgelöst werden. Das verkürzt die Behandlungsdauer spürbar. Eine Anleitung per App ist ebenfalls möglich, und Beurer gibt eine 90-tägige Geld-zurück-Garantie auf die versprochene Wirkung.

Braun

Braun führt eine ganze Reihe von IPL-Geräten, und charakteristisch sind die jeweils besonderen Extras: eine Aufbewahrungstasche in eigenem Design, ein Peeling-Gerät oder ein mitgelieferter Rasierer. Die praktische Gleittechnik spart Zeit, und der Hinweis “klinisch getestet” weckt Vertrauen, ebenso die 100-tägige Geld-zurück-Garantie, die bei billigen Nachahmerprodukten häufig fehlt. Besonders kundenfreundlich: Braun weist sowohl die mögliche Zahl der Blitze als auch die zu erwartende Lebensdauer offen aus, sodass Sie zwei Geräte gut miteinander vergleichen können.

Welches Zubehör sollte dabei sein?

IPL-Geräte kommen oft im Set mit reichlich Zubehör, und beim Lesen der Ausstattungsliste kann einem schnell schwindelig werden. Welche Grundausstattung wirklich wichtig ist, entscheiden am Ende Sie, je nachdem was Sie behandeln möchten. Wenn Sie unabhängig von der Steckdose arbeiten möchten, achten Sie auf ein Akku-Modell. Bei Unsicherheit am Anfang hilft die App-Funktion vieler Geräte, gerade wenn keine Freundin zum Rat fragen zur Hand ist. Blitz-Gleit-Funktion und automatische Hautfarbenprüfung sorgen zusätzlich für schnellere Fortschritte.

Flach angeordnete IPL-Aufsätze für Körper, Achsel, Gesicht und Bikinizone neben einer Aufbewahrungstasche
Körper-, Achsel-, Gesichts- und Bikiniaufsatz decken die wichtigsten Zonen ab, welche Sie brauchen, hängt von Ihren behandelten Stellen ab.

Welche Aufsätze sind wichtig?

Wer im Gesicht nichts behandeln will, braucht auch keinen Gesichtsaufsatz. Ein Gerät mit den meisten Aufsätzen ist deshalb nicht automatisch das beste, es kommt darauf an, welche Zonen Sie tatsächlich behandeln. Achten Sie aber darauf, dass beim Kauf wenigstens die Aufsätze dabei sind, die Sie wirklich benötigen. Das Angebot unterscheidet sich je nach Anbieter, im Kern stehen aber diese Aufsätze zur Wahl:

  • ein Körperaufsatz mit großer Lichtfläche
  • ein Achselaufsatz mit passender Form
  • ein Gesichtsaufsatz mit zusätzlichem UV-Filter
  • ein Bikiniaufsatz mit angepasster Form

Häufige Fragen

Eignet sich ein IPL-Gerät zur dauerhaften Haarentfernung?

Ganz kontrollieren lässt sich das Haarwachstum nicht, denn im Lauf des Lebens bilden sich bei jedem Menschen immer wieder neue Haarfollikel. Selbst wenn die Behandlung den Wuchs für viele Wochen oder Monate stoppt, wäre das Versprechen einer wirklich endgültigen Enthaarung zu weit gegriffen. Fachleute sprechen deshalb von dauerhafter Haarreduktion: Die Menge der Körperhaare wird auf Dauer weniger, ganz verschwinden werden sie aber selten für immer.

Welches IPL-Gerät ist das beste?

In unserem Produktvergleich schnitt das Philips Lumea Prestige BRI956 am besten ab. Für Ihre Bedürfnisse muss das aber nicht die optimale Lösung sein. Wenn Sie etwa vor allem eine bestimmte Zone behandeln oder mit anderen Aufsätzen arbeiten möchten, lohnt der Blick auf die übrigen Modelle. Das beste Gerät ist immer das, das zu Ihren Körperstellen und Ihrem Hauttyp passt.

Was kostet ein IPL-Gerät für zu Hause?

Günstig sind die Geräte nicht, aber immer noch preiswerter als eine komplette Behandlung in der Arztpraxis mit mehreren Sitzungen. Auf dem Markt gibt es durchaus Modelle für unter 100 Euro. Wir raten allerdings zu anerkannten Marken, denn bei IPL-Geräten hat Qualität ihren Preis. Der beginnt bei Geräten mit brauchbarem Zubehör bei etwa 250 Euro, nach oben ist erst im vierstelligen Bereich Schluss. Überlegen Sie sich also gut, welche Funktionen und Aufsätze Ihnen wirklich wichtig sind, dann zahlen Sie nicht für Ausstattung, die Sie nie nutzen.

Welches IPL-Gerät ist für Männer geeignet?

Die gute Nachricht: Männer brauchen kein spezielles Gerät, die Technik ist dieselbe. Weil aber oft größere Flächen wie Brust, Rücken oder Beine zu behandeln sind, eignen sich Modelle mit großen Aufsätzen besonders gut, weil sie die Sitzung verkürzen. Von Herstellern wie Philips, Braun oder Beurer gibt es zudem eigene Geräte für Männer, und einige enthalten zusätzlich einen Rasierer für die Vorbereitung.

Funktioniert ein IPL-Gerät auf einem Tattoo?

Auf tätowierten Stellen ist die Anwendung nicht zu empfehlen. Erstens lässt die dunkle Farbe des Tattoos den Blitz gar nicht erst in die Haut eindringen, weil sie die Energie an der Oberfläche bindet. Zweitens können die Lichtstrahlen die Haut rund um das Tattoo und darunter reizen. Lassen Sie tätowierte Bereiche deshalb aus oder klären Sie die Behandlung vorab mit einem Fachmann.

Tut die Behandlung weh?

Hersteller und Anwender sind sich hier weitgehend einig: IPL-Geräte verursachen keine echten Schmerzen. Kunden beschreiben höchstens ein “unangenehmes Gefühl” oder ein “leichtes Ziepen”, vergleichbar mit dem Prickeln feiner Sandkörner. Wer bei der Anwendung deutliche Schmerzen spürt, hat mit hoher Wahrscheinlichkeit die Intensität zu hoch eingestellt oder eine ungeeignete Stelle erwischt.

Fazit

Haarfrei liegt im Trend, und kaum jemand kommt an dem Thema vorbei. Methoden gibt es viele, doch die IPL-Haarentfernung hat einen besonderen Reiz: Die Haare werden nicht nur ausgerissen, sondern an der Wurzel bekämpft, und mit der Zeit nimmt die Behaarung deutlich ab. Schmerzhaft ist das kaum.

Rechnen sollten Sie mit etwas Aufwand. Jede Behandlung braucht Zeit, und Sie müssen sie in Abständen von etwa drei bis vier Wochen mehrfach wiederholen, bis sich ein sichtbares Ergebnis einstellt. Und wir wiederholen es gern noch einmal: Viele Hautärzte sind von den Heimgeräten nicht restlos überzeugt, und ihre Vorbehalte sollten Sie ernst nehmen.

Wenn Sie glauben, dass die IPL-Methode zu Ihrer Körperbehaarung passt, scheuen Sie sich nicht vor einer ausführlichen Beratung. Ein Gespräch beim Hautarzt klärt Ihren Hauttyp und zeigt Ihnen, worauf Sie bei der Anwendung achten müssen.