So ist dieser Vergleich entstanden
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Sie sitzen gern draußen, auch wenn die Temperaturen abends fallen? Ohne Wärmequelle wird es auf der Terrasse dann schnell ungemütlich. Ein Heizpilz schafft Abhilfe und liefert angenehme Strahlungswärme, ohne dass Sie ins Haus flüchten müssen. Betrieben wird er mit Propangas, was ihn bei vielen Modellen zur günstigeren Lösung macht als einen elektrischen Terrassenstrahler.
Was ist ein Heizpilz?
Ein Heizpilz ist ein Gasheizstrahler für den Außenbereich. Seinen Namen verdankt er dem pilzförmigen Hut über dem Brenner. Der lenkt die Wärme zur Seite und nach unten, statt sie ungenutzt nach oben entweichen zu lassen. Je nach Modell spüren Sie die Strahlungswärme noch in einem Umkreis von bis zu sechs Metern.
Bevor Sie sich für ein Gerät entscheiden, tauchen meist dieselben Fragen auf:
- Worauf muss ich beim Kauf eines Heizpilzes achten?
- Ist der Betrieb eines Heizstrahlers gefährlich?
- Wo bekomme ich Propangasflaschen her, und wie lange reicht eine Füllung?
Diese Punkte gehen wir der Reihe nach durch. Bekannt und beliebt ist der Heizpilz vor allem in der Gastronomie. Viele Bars und Restaurants betreiben einen Außenbereich, der bis spät in den Abend gut besucht ist. Damit die Gäste bei kühleren Temperaturen nicht frieren und nach drinnen wechseln, kommen dort häufig Terrassenstrahler zum Einsatz.
Auch in Privathaushalten setzt sich der Heizpilz immer mehr durch. Im Garten oder auf der Terrasse liefert er eine konstante, angenehme Wärme, sobald die Abende kühler werden. Der Gasbetrieb bleibt dabei vergleichsweise sparsam. Dieselbe Wärmeleistung mit Strom zu erzeugen, würde deutlich mehr kosten.

Worauf Sie beim Kauf achten sollten
Beim Kauf lohnt es sich, ein paar Punkte genau zu prüfen. An erster Stelle steht die Sicherheit. Ein guter Heizpilz hat eine Umkippsicherung und eine Zündsicherung, die die Gaszufuhr stoppt, sobald die Flamme erlischt. Praktisch sind seitliche Rollen oder Räder, mit denen Sie das Gerät leichter umstellen. Und die Gasflasche sollte sicher im Standfuß oder in einem Gehäuse stehen, damit sie nicht umkippt.
Heizleistung
Für spürbare Wärme empfehlen wir mindestens 8 kW. Teurere Heizstrahler kommen auf deutlich mehr. Wichtig ist, dass sich die Leistung regeln lässt, damit Sie die Wärme dosieren und nicht unnötig Gas verheizen.
im Vergleich: 8,0 bis 14 kW maximale Heizleistung
Sicherheit und Zündung
Umkippsicherung und Zündsicherung gehören zur Grundausstattung. Beim Anzünden gibt es zwei verbreitete Systeme: die einfache Piezozündung per Knopfdruck und die thermoelektrische Zündsicherung, die bei erloschener Flamme selbstständig abschaltet.
im Vergleich: von Piezozündung bis thermoelektrischer Zündsicherung
Material und Verarbeitung
Edelstahl hat sich durchgesetzt, weil er der Witterung standhält und nicht so leicht rostet. Manche Modelle sind zusätzlich pulverbeschichtet, was Kratzer und Korrosion weiter reduziert.
im Vergleich: durchweg Edelstahl, teils pulverbeschichtet
Größe und Gewicht
Die meisten Standgeräte sind über zwei Meter hoch, damit der Reflektor die Wärme von oben verteilt. Ein höheres Gewicht sorgt für einen stabilen Stand, macht das Umstellen aber schwerer, wenn Rollen fehlen.
im Vergleich: rund 223 bis 230 cm hoch, 14,7 bis 26 kg
Sinnvoll ist außerdem eine sparsame Brennertechnik, die einige Hersteller als “ECO PLUS” bewerben. Sie senkt den Verbrauch, ohne dass Sie auf Wärme verzichten müssen.
Auf den Druckminderer achten
In Deutschland arbeiten Heizpilze üblicherweise mit einem 50-mbar-Druckminderer. Achten Sie auf die passende Kennzeichnung auf dem Typenschild, damit Gerät und Druckminderer zusammenpassen.

Ist der Betrieb eines Heizpilzes gefährlich?
Einen absolut sicheren Betrieb kann niemand garantieren. Mit ein paar Regeln senken Sie das Unfall- und Verbrennungsrisiko aber deutlich. Halten Sie nach allen Seiten einen Sicherheitsabstand ein, und sorgen Sie dafür, dass sich nichts Brennbares in der Nähe befindet. Achten Sie auf einen sicheren Stand: Sowohl die Gasflasche als auch der Strahler müssen gegen Umkippen geschützt sein. Prüfen Sie regelmäßig die Gasschläuche und das Sicherheitsventil auf Dichtheit.
Nur im Freien betreiben
Ein Terrassenheizer gehört ausschließlich ins Freie. Unter einem Carport, in einem Zelt oder in geschlossenen Räumen darf er nicht laufen, weil sich sonst Abgase stauen können.
Bauen Sie den Heizpilz nach Vorschrift auf und zünden Sie ihn immer auf niedrigster Heizstufe an. Transportieren Sie ihn erst, wenn er abgekühlt ist. Wer diese Vorgaben beachtet, hält das Verletzungsrisiko gering.
Wenn Sie noch mehr Sicherheit möchten, gibt es zwei Ergänzungen zum Nachrüsten: eine Überdrucksicherheitseinrichtung und eine Schlauchbruchsicherung. Für den privaten Gebrauch sind sie freiwillig.
Vorschrift im Gewerbe: DGUV V 79
Im gewerblichen Betrieb, etwa in der Gastronomie, sind solche Sicherheitsfeatures über die DGUV Vorschrift 79 (Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung) vorgeschrieben. Privat dürfen Sie selbst entscheiden, ob Sie nachrüsten.

Wo bekomme ich Propangasflaschen her?
Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Eigentumsflaschen (grau) und Pfandflaschen (rot). Pfandflaschen füllen Sie problemlos bei allen Flüssiggas-Anbietern auf, also etwa in Baumärkten oder an Tankstellen. Dort tauschen Sie leer gegen voll und zahlen nur die Füllung. Das klappt auch mit Eigentumsflaschen, allerdings nehmen die Anbieter graue Flaschen nicht zurück, weil es keine Pfandflaschen sind.
Die meisten Heizpilze laufen mit einer 11-kg-Gasflasche, aber auch eine 5-kg-Flasche lässt sich anschließen. Für die Füllung der großen Flasche zahlen Sie ungefähr 13 bis 18 Euro, die kleine Füllung kostet rund 6 bis 9 Euro.

Was ist beim Transport zu beachten?
Beim Transport von Gasflaschen kommt es auf eine korrekte Ladungssicherung an. Setzen Sie die Verschlusskappe auf, sonst ist weder eine Rückgabe der Pfandflasche noch eine Auffüllung möglich. Transportieren dürfen Sie nur Flaschen mit gültigem TÜV-Stempel.
Das Ventil muss geschlossen und die Flanschschutzkappe zugedreht sein. Die Flasche steht beim Transport aufrecht und ist so gesichert, dass sie weder umkippen noch verrutschen kann.
Häufige Fragen
Wie teuer ist ein Heizpilz?
Das hängt stark von der Leistung ab, dazu vom Material und der Verarbeitung. Entsprechend groß ist die Preisspanne. Meist liegt der Anschaffungspreis zwischen 80 und 800 Euro.
Wie lange reicht eine Gasflasche?
Das richtet sich nach dem Gerät, denn große, starke Strahler verbrauchen mehr Propan als kleine. Als grober Daumenwert gilt: Eine 11-kg-Propanflasche reicht bei voller Heizleistung etwa 12 bis 14 Stunden. Bei normaler Nutzung kommen Sie eher auf 20 bis 50 Stunden.
Wo sind Heizpilze verboten?
In geschlossenen Räumen ist der Betrieb eines Heizpilzes nicht zulässig.
Das Wichtigste im Überblick
Kurz zusammengefasst: Ein Heizpilz ist ein Gasheizstrahler für draußen, dessen Hut die Wärme nach unten und zur Seite verteilt. In der Gastronomie ist er seit Langem im Einsatz, auf privaten Terrassen wird er immer beliebter. Weil Propangas günstig ist und der Verbrauch überschaubar bleibt, liegen die laufenden Kosten meist unter denen eines elektrischen Terrassenstrahlers.
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