So ist dieser Vergleich entstanden
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Schallzahnbürsten gehören zu den neueren Geräten für die tägliche Mundhygiene, und die Hersteller versprechen viel: gründlichere Reinigung, deutlich weniger Plaque und ein frisches Gefühl im Mund. Ob das hält, was die Werbung sagt, sehen wir uns auf dieser Seite genauer an. Sie erfahren, wie eine Schallzahnbürste aufgebaut ist und funktioniert, worin sie sich von der elektrischen Rotationsbürste und der Ultraschallzahnbürste unterscheidet und wie Sie damit richtig putzen. Unsere Einschätzung stützt sich auf unseren Vergleich, auf Rückmeldungen von Nutzern und auf das, was Zahnärzte zur Schalltechnik sagen.
Das Wichtigste in Kürze
- Eine Schallzahnbürste reinigt mit sehr schnellen Hin- und Her-Bewegungen der Borsten. Der längliche Bürstenkopf ähnelt der Handzahnbürste, angetrieben wird er nicht von einem Motor, sondern von einem Schallwandler.
- Verschiedene Putzprogramme und passende Bürstenköpfe gehören bei besseren Modellen dazu. Manche Geräte bringen zusätzlich eine Andruck-Kontrolle und eine App mit, die das eigene Putzverhalten verbessern soll.
- Gute Schallzahnbürsten erzeugen den hydrodynamischen Effekt. Er trägt die Reinigung tief in die Zahnzwischenräume und säubert auch Zahnspangen und Brackets.
- Die Bürste eignet sich für fast jeden, auch für Kinder, Schwangere, Träger von Zahnersatz und Menschen mit Herzschrittmacher. Bei gesundheitlichen Bedenken fragen Sie vorher Ihren Zahnarzt.
- Der Unterschied zur Ultraschallzahnbürste liegt nicht nur in der Zahl der Schwingungen, sondern im ganzen Reinigungsprinzip. Beide Typen lassen sich kaum direkt vergleichen.
Was ist eine Schallzahnbürste?
Die Schallzahnbürste ist eines der jüngeren Geräte für die Mund- und Zahnhygiene. Werbung und Produktbeschreibungen loben vor allem, wie gut sie Plaque entfernt. Das ist Grund genug, sich das Gerät einmal in Ruhe anzusehen. Wir erklären deshalb die wichtigsten Fakten zur Schallzahnbürste, denn genau die stecken oft hinter den guten Kundenrückmeldungen. Und die Zufriedenheit der Nutzer ist für uns ein Kriterium, das wirklich zählt.
Außerdem grenzen wir die Schallzahnbürste von der elektrischen Rotationsbürste und der Ultraschallzahnbürste ab und zeigen, wie das Putzen damit funktioniert und worauf Sie dabei achten sollten. Unsere abschließende Einschätzung setzt sich aus mehreren Bausteinen zusammen: aus den Ergebnissen unseres Vergleichs, aus den Reaktionen von Kunden, die ihre Zähne bereits regelmäßig mit einer Schallzahnbürste reinigen, und aus den fachlichen Äußerungen von Zahnärzten.
Aufbau einer Schallzahnbürste
Vom Aufbau her ähnelt die Schallzahnbürste den übrigen elektrischen Zahnbürsten. Drei Teile bilden das Gerät:
- ein abnehmbarer und austauschbarer Bürstenkopf
- ein Handstück mit Bedienelementen, integrierter Steuerelektronik und Akku
- ein Ladegerät, das den Akku oft induktiv auflädt

Wo die Schallzahnbürste hingehört
Die Schallzahnbürste zählt zu den elektrischen Zahnbürsten. Von der bekannteren Rotationsbürste unterscheidet sie sich aber im Antrieb und in der Form des Bürstenkopfes. Ihr Kopf ist länglich, ähnlich der Handzahnbürste, während die Rotationsbürste einen runden Kopf besitzt. Der übrige Aufbau gleicht dem der elektrischen Variante, sodass sich Handstück, Akku und Ladeprinzip kaum unterscheiden.
Der Antrieb funktioniert anders als bei der elektrischen Zahnbürste, deren Motor einen runden Bürstenkopf in Rotation versetzt. In der Schallzahnbürste sitzt ein Schallwandler. Er wandelt Schallwellen magnetisch oder über den Piezo-Effekt in mechanische Bewegungen um, und zwar in Schwingungen von bis zu 300 Hertz. Damit schwingt die Schallzahnbürste um ein Vielfaches schneller als jede elektrische Zahnbürste.
Den Piezo-Effekt entdeckten Pierre und Jacques Curie im Jahr 1880. Aus der Forschung wuchsen später viele Anwendungen, darunter die Umwandlung von Schallwellen in mechanische Schwingungen, wie sie die Schallzahnbürste nutzt.
Was sagen Zahnärzte zur Schallzahnbürste?
Am schwersten wiegt die Meinung eines Profis. Zahnärzte beschäftigen sich täglich mit Zähnen, Zahnhygiene und Zahnreinigung und wissen am besten, was den Zähnen guttut. Ein Rat vom Zahnarzt ist deshalb immer wertvoll, gerade weil er Ihr Gebiss kennt und auf Ihre Situation eingehen kann. Wenn Sie wissen möchten, was Ihr Zahnarzt von einer Schallzahnbürste hält, fragen Sie ihn einfach beim nächsten Termin. Die meisten geben dazu gern Auskunft.
Patienten, die regelmäßig eine Schallzahnbürste verwenden, haben tendenziell weniger Zahnstein und seltener eine Zahnerkrankung. Trotzdem kann sich eine Zahnzusatzversicherung lohnen, denn spätestens im hohen Alter wird oft Zahnersatz nötig. Es lohnt sich also, rechtzeitig nach einer passenden Zahnzusatzversicherung Ausschau zu halten.
Was bedeutet ‘abrasiv’? Die wichtigsten Begriffe
Rund um die Schallzahnbürste tauchen einige Fremdwörter auf, die das Verständnis erschweren. Die wichtigsten haben wir hier mit ihrer Bedeutung zusammengestellt, damit Sie sich ein klareres Bild von der Funktionsweise machen können.
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| abrasiv | wirkt reibend und schleifend |
| Amplitude | größter Ausschlag einer Schwingung, gemessen von der Mittellage aus |
| Frequenz | Anzahl der Schwingungen pro Zeiteinheit |
| Gingivitis | Zahnfleischentzündung |
| Parodontose | Rückgang von Zahnfleisch und Zahnbett |
| Plaque | grauweißer bakterieller Belag auf den Zähnen |
| RDA-Wert | Relative Dentin-Abrasion, ein Maß für die abtragende Wirkung |
| Vier-Quadranten-Timer | signalisiert alle 30 Sekunden den Wechsel in den nächsten Gebissquadranten |
Wie funktioniert eine Schallzahnbürste?
Wir wollen die Funktionsweise so verständlich wie möglich erklären und dabei die Schallzahnbürste von der elektrischen Rotationsbürste und der Ultraschallzahnbürste abgrenzen. Genau diese Abgrenzung kommt in vielen Beschreibungen zu kurz, sodass am Ende unklar bleibt, welches Gerät welche Vorteile bietet. Wer die Unterschiede kennt, trifft beim Kauf eine deutlich sicherere Entscheidung und lässt sich weniger von Werbeversprechen leiten.
Die Schwingungen der Schallzahnbürste
Eine Schallzahnbürste reinigt mit besonders schnellen Hin- und Her-Bewegungen der Borsten. Auch das ist ein Unterschied zur elektrischen Zahnbürste, bei der sich der ganze Bürstenkopf dreht. Die Frequenz liegt laut zahnwissen.de zwischen 200 und 500 Hertz. Das entspricht etwa 30.000 Schwingungen pro Minute oder rund 60.000 Bewegungen. Auf Nachfrage bei Philips setzen sich diese 60.000 Bewegungen aus zwei Anteilen zusammen: rund 30.000 Seitwärts-Bewegungen nach rechts und links sowie rund 30.000 Pulsationen vor und zurück. Ein Blick in verschiedene Herstellerbeschreibungen bestätigt das, die meisten Modelle liegen in diesem Bereich.
Wie stark sich die Schwingungszahl auf die Reinigung auswirkt, zeigt der Vergleich mit anderen Zahnbürsten-Typen:
| Zahnbürstentyp | Frequenz | Schwingungen pro Minute | RDA-Wert |
|---|---|---|---|
| Elektrische Rotationszahnbürste | 60 bis 80 Hertz | rund 8.000 | 70 bis 130 |
| Schallzahnbürste | 200 bis 300 Hertz | etwa 30.000 | 70 bis 130 |
| Ultraschallzahnbürste | ab 16 Kilohertz | rund 96 Millionen | 0 |
Der RDA-Wert hängt bei Hand-, Rotations- und Schallzahnbürsten stark vom Anpressdruck und von der Zahnpasta ab. Die Ultraschallzahnbürste bildet die Ausnahme, weil sie ohne Reibung auf den Zähnen arbeitet.
Die Amplitude der Schallzahnbürste
Die Schallzahnbürste arbeitet nicht mit rotierenden Bewegungen und auch der Bürstenkopf ist anders geformt. Er ist länglich-oval wie bei der Handzahnbürste, während die elektrische Zahnbürste einen runden Kopf dreht. Deshalb reinigen Sie mit der Rotationsbürste am besten Zahn für Zahn, mit der Schallzahnbürste dagegen mehrere Zähne gleichzeitig.
Die Wirkung beruht aber nicht allein auf der Zahl der Schwingungen. Entscheidend ist auch, wie weit die Borsten ausschlagen. Diesen Wert nennt man Amplitude. Laut zahnwissen.de sollte sie bei etwa vier Millimetern liegen. In den Produktbeschreibungen der meisten Schallzahnbürsten fehlen dazu leider Angaben. In ihrer Doktorarbeit an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg zur zeitabhängigen Putzeffektivität einer Schallzahnbürste stellte Anna-Kristina Pelka fest, dass die Amplitude bei der Philips Sonicare rund vier Millimeter beträgt.
Die Amplitude entscheidet also mit darüber, wie tief die Reinigung wirkt. Nicht jede Bürste erreicht die genannten vier Millimeter, und weil die Hersteller den Wert kaum angeben, bleibt er im Vergleich schwer greifbar. In der Praxis merken Sie den Unterschied vor allem daran, wie sauber sich die Zähne nach dem Putzen anfühlen.
Die Tiefenwirkung geht zudem auf den hydrodynamischen Effekt zurück. Er entsteht, wenn die schnellen Schwingungen auf Speichel und Zahnpasta treffen. Dadurch dringt die Reinigung tief in die Zahnzwischenräume vor und erreicht auch schwer zugängliche Stellen, an denen die Borsten selbst gar nicht ankommen.

Die Technik der Schallzahnbürste
Interessant ist vor allem der Schallwandler im Handstück. Er setzt die schnellen Schallwellen in Bewegung um. Dafür kommen zwei Wege infrage: die Magnet-Technologie und der Piezo-Effekt. Beide wandeln Schallwellen in mechanische Bewegungen um, nur auf unterschiedliche Weise. Für Sie als Nutzer spielt es im Alltag keine große Rolle, welche Variante ein Modell verwendet. Wichtig ist das Ergebnis, nämlich die extrem schnellen Schwingungen, die die Schallzahnbürste ausmachen.
Wie funktioniert der Akku?
Die meisten Schallzahnbürsten laufen heute mit einem Akku, und zum Set gehört eine Ladestation. In der Regel meldet die Bürste mit einem optischen oder akustischen Signal, wenn sie geladen werden muss. So stehen Sie nur selten überraschend ohne Strom da. Zum Aufladen stellen Sie das Handstück auf die Ladestation, bis das Signal einen vollen Akku anzeigt. Die besten Schallzahnbürsten halten dabei erstaunlich lange durch. Zwei bis drei Wochen pro Ladung sind keine Seltenheit, und genau diese lange Laufzeit macht den Alltag bequem, weil Sie das Laden kaum bewusst einplanen müssen.
Das Ladeglas moderner Modelle
Das Ladeglas lädt den Akku über Induktionsstrom. Sie stellen das Glas auf die Ladestation und die Zahnbürste in das Glas, und der Akku lädt sich auf, ohne dass Kontakte nötig wären. Nebenbei sieht das edel aus, und genau das ist der Zweck dieser Spielerei: stilvolles Aufladen per Induktion, wie es Philips in seiner Produktbeschreibung nennt. Das Glas hat aber auch einen praktischen Nutzen. Nach dem Putzen können Sie damit den Mund ausspülen.
Wozu das Reiseladeetui gut ist
Das Reiseladeetui dient zunächst dem bequemen Transport. Jedes Einzelteil hat seinen festen Platz und kann unterwegs nicht verrutschen. Zusätzlich lässt sich das Etui per USB an das Stromnetz anschließen, um den Akku zu laden. Sinnvoll ist das vor allem auf längeren Reisen. Einen zweiwöchigen Urlaub überstehen die meisten Schallzahnbürsten zwar ohne Nachladen, aber das Ladeglas nehmen Sie sicher nicht mit.

Welche Putzprogramme gibt es?
Die Hersteller arbeiten daran, die Schallzahnbürste zu einem kleinen Zahnarzthelfer zu machen. Verschiedene Putzprogramme sollen für eine gründlichere Reinigung und ein frischeres Mundgefühl sorgen. Zu jedem Programm gehört ein passender Bürstenkopf, achten Sie also auf die richtige Verwendung. Beim Wechsel des Aufsatzes erkennt das Handstück oft automatisch, welches Programm gefragt ist, weil in den Bürstenköpfen kleine Mikrochips stecken.
Die Programme heißen von Modellreihe zu Modellreihe unterschiedlich und werden bei neuen Geräten überarbeitet und umbenannt. Auch die Ausstattung richtet sich nach der Preisklasse. Grundsätzlich gilt: Je teurer das Modell, desto umfangreicher fällt die Auswahl aus. Diese Programme sind bei Schallzahnbürsten üblich:
- Das Clean-Programm reinigt in der üblichen Zeit von zwei Minuten gründlich. Der passende Bürstenkopf, bei Philips die Premium Plaque Defense, entfernt laut Herstellerangaben ein Vielfaches mehr Plaque als eine Handzahnbürste.
- Das DeepClean-Programm erreicht auch tiefer liegende Verschmutzungen. Stellung und Lage der Borsten erzeugen eine besondere Flüssigkeitsströmung, das Ergebnis ist eine gründlichere Reinigung.
- Das Zahnfleisch-Programm arbeitet mit einem eigenen Bürstenkopf und stimuliert das Zahnfleisch sanft. Laut Hersteller verbessert sich die Zahnfleischstruktur innerhalb von zwei Wochen spürbar.
- Das Zungen-Programm reinigt die Zunge mit einem speziellen Zungenaufsatz und dessen feinen Mikroborsten. Weil Mundgeruch häufig auf der Zunge entsteht, trägt eine saubere Zunge zu einem frischeren Mundgefühl bei.
- Das White-Programm entfernt Verfärbungen auf der Zahnoberfläche, die durch Kaffee, Tee oder Zigaretten entstehen. Wer regelmäßig putzt, beugt solchen Verfärbungen vor. Zeigen die Zähne trotzdem keinen Glanz, kann der passende White-Bürstenkopf helfen, oft schon nach wenigen Tagen.
- Das Sensitive-Programm reinigt besonders schonend. Es entfernt Bakterien und Essensreste tiefenwirksam, ohne die Zähne stark zu beanspruchen, und der zugehörige Bürstenkopf löst zusätzlich leichte Verfärbungen.
Bei einigen Modellen lässt sich neben dem Programm auch die Intensität in mehreren Stufen wählen. So können Sie die Reinigung an Ihre Bedürfnisse anpassen. Weil die Programme je nach Hersteller anders heißen, hilft ein Blick in die Bedienungsanleitung, damit Sie den richtigen Bürstenkopf verwenden.
Welche Zusatzfunktionen die neuesten Modelle mitbringen
Die Programme machen eine Schallzahnbürste interessant, das Beste sind aber die technischen Feinheiten. Das Ladeglas von Philips haben wir bei den Lademöglichkeiten schon erwähnt. Diese Funktionen finden sich außerdem:
- Ein Easy-Start-Programm lässt die Bürste über die ersten Putzvorgänge hinweg sanfter und ruhiger arbeiten. So gewöhnen Sie sich behutsam an das neue Gerät.
- Eine Smart-Funktion mit App gibt in Echtzeit Rückmeldung zum Putzverhalten. Das Smartphone meldet, wenn Sie zu fest, zu viel oder zu wenig putzen, und macht Vorschläge zur Verbesserung.
- Ein Drucksensor warnt per akustischem oder optischem Signal, sobald Sie zu stark aufdrücken.
- Ein Timer zählt wie ein Wecker die Putzzeit. Manche Modelle zählen zwei Minuten, andere teilen diese Zeit als Vier-Quadranten-Timer in vier Abschnitte zu je 30 Sekunden auf.
- Ein Scheuerbewegungs-Sensor erkennt, wenn Sie in die von der Handzahnbürste gewohnte Schrubbbewegung verfallen. Die Rückmeldung kommt über die gekoppelte App.
Wie gut ist das Putzergebnis?
Diese Frage ist für Interessenten besonders wichtig, denn wer auf eine neue Technik setzt, will auch eine Verbesserung spüren. Die Produktinformationen der Hersteller versprechen viel, verfolgen aber das Ziel, die Bürste zu verkaufen. Deshalb stellen wir drei Blickwinkel nebeneinander.
Die Hersteller werben mit besserer Mundhygiene, mit gründlicherer Plaque-Entfernung und mit einer Reinigung, die zugleich effektiv, sanft und tiefenwirksam sein soll. Das klingt gut, bleibt aber Werbung.
Aus Kundenbewertungen ergibt sich ein etwas nüchterneres Bild. Viele Nutzer sind mit der Putzleistung sehr zufrieden, loben verständliche Anleitungen und die intuitive Bedienung. Kritisch angemerkt wird bei einigen Modellen die Haltbarkeit.
Zahnärzte schließlich bescheinigen der Schallzahnbürste eine bessere Reinigung als der Handzahnbürste und eine schonendere Wirkung als die elektrische Rotationsbürste. Der hydrodynamische Effekt spezieller Modelle ermögliche eine Tiefenreinigung, die Bedienung sei einfach. Ein zu hoher Andruck des Bürstenkopfes könne allerdings den Zahnschmelz beschädigen.
Wenn Sie mehr über die Sicht der Zahnärzte lesen möchten, lohnen sich diese Seiten: Zahnmedizin Luzern zu Schallzahnbürsten und Prof. Saxer über den hydrodynamischen Effekt. Oder Sie fragen einfach Ihren behandelnden Zahnarzt, der hat sicher auch eine Meinung dazu.
Welche Vor- und Nachteile haben Schallzahnbürsten?
Wenn die Schallzahnbürste so gelobt wird, drängt sich eine Frage auf: Warum verkaufen sich Handzahnbürsten weiterhin, und gibt es Nachteile, die gegen den Kauf sprechen? Damit Sie sich ein eigenes Bild machen können, stellen wir beide Seiten offen gegenüber, statt nur die Vorzüge aufzuzählen.
Vorteile einer Schallzahnbürste
Die Stärken liegen dort, wo es darauf ankommt, nämlich in der Reinigungswirkung. Auch Zubehör und Bedienung sind meist gut durchdacht. Im Überblick:
- geringere Reibung auf den Zähnen
- deutlich bessere Plaque-Entfernung
- gründliche Tiefenreinigung
- teils automatische Kontrolle über App oder Drucksensor
- schonende Reinigung
- verschiedene Programme möglich
- einfache Bedienung und durchdachtes Zubehör
Nachteile einer Schallzahnbürste
Negativ wirken sich vor allem die Kosten aus. Zum einen sind gute Schallzahnbürsten teuer, deutlich teurer als eine einfache Handzahnbürste. Zum anderen müssen Sie die Bürstenköpfe regelmäßig nachkaufen, denn wie bei der Handzahnbürste sollten sie etwa alle drei Monate gewechselt werden. Über das Jahr summiert sich das zu einem festen Posten. Auffällig oft berichten Kunden zudem, dass ihre Schallzahnbürste kurz nach Ablauf der Garantie den Dienst quittiert hat. Das trübt bei einem so teuren Gerät natürlich die Freude. Im Überblick:
- hohe Anschaffungskosten
- laufende Kosten für neue Bürstenköpfe
- Kritik an der Haltbarkeit in vielen Kundenbewertungen
Für wen eignet sich eine Schallzahnbürste?
Die ersten Schallzahnbürsten kamen um 1990 auf den Markt. Doch für wen eignet sich das Gerät? Kann es jeder benutzen, oder sollten Kinder und andere Gruppen lieber zu einer anderen Bürste greifen? Die kurze Antwort vorweg: Von der Nutzung ist kaum jemand ausgeschlossen. Ein paar Gruppen verdienen aber einen genaueren Blick, und um die geht es in den folgenden Abschnitten.
Ist die Schallzahnbürste für Kinder geeignet?
Die Antwort lautet klar Ja. Kinder profitieren von der guten Reinigung ebenso wie Erwachsene, und die einfache Handhabung kommt ihnen entgegen. Ein paar Punkte sollten Sie aber beachten:
- Verwenden Sie eine Kinder-Schallzahnbürste.
- Achten Sie auf weiche Borsten.
- Üben Sie mit Ihrem Kind die richtige Putztechnik.
- Wechseln Sie den Bürstenkopf regelmäßig.
Schallzahnbürste und Herzschrittmacher
Die allgemeinen Hinweise deuten darauf hin, dass die Kombination unproblematisch ist. Trotzdem bleiben bei manchen Interessenten Bedenken, und die halten wir nicht für unberechtigt. Die Frage ist, ob die elektromagnetischen Wellen und die Schwingungen der Bürste den Herzschrittmacher stören können. Solche Störungen können schwerwiegende Folgen haben. Philips empfiehlt in der Bedienungsanleitung seiner Sonicare-Modelle deshalb, bei Unsicherheiten den Hersteller oder einen Arzt zu kontaktieren.
Bei gesundheitlichen Bedenken zum Arzt
Die Schallzahnbürste eignet sich für Träger von Zahnersatz ebenso wie für Menschen mit Herzschrittmacher. Wenn Sie unsicher sind, ob das Gerät für Ihre Situation passt, halten Sie vorher Rücksprache mit Ihrem Zahnarzt oder behandelnden Arzt. Das gilt besonders nach frisch eingesetzten Implantaten, Kronen oder Brücken.
Ist die Schallzahnbürste bei Zahnerkrankungen geeignet?
Nur selten erreicht jemand seinen vierzigsten Geburtstag mit rundum gesunden Zähnen. Oft beeinträchtigen Erkrankungen die Mundgesundheit, die teils durch falsches Putzverhalten entstehen.
Bei Zahnfleischentzündung
Vorweg: Eine bestimmte Bürste zu empfehlen wäre unseriös. Eine Schallzahnbürste mit kleiner Amplitude scheint sich auf eine vorhandene Gingivitis positiv auszuwirken. Verschiedene Studien stellen allerdings fest, dass elektrische Zahnbürsten mit oszillierenden Bürstenköpfen dabei noch besser abschneiden.
Bei Zahnfleischrückgang
Breitet sich eine Zahnfleischentzündung aus oder wird sie zu spät erkannt, kann das Zahnfleisch und das Zahnbett Schaden nehmen. Hier ist die Wirkung der Schallzahnbürste nicht unumstritten. Einige Fachleute setzen auf die erprobte oszillierende elektrische Zahnbürste, andere empfehlen die Schallzahnbürste mit kleiner Amplitude. Klar ist, dass elektrische Zahnbürsten den Handzahnbürsten überlegen sind, sowohl bei der Vorbeugung als auch bei der Behandlung von Parodontitis. Welche Bürste zu welcher Erkrankung passt, klären Sie am besten im Gespräch mit Ihrem Zahnarzt, denn dabei spielen viele Faktoren zusammen.
Schallzahnbürste bei Implantaten, Brücken, Füllungen oder Kronen
Die Anwendung ist grundsätzlich möglich, auch bei Implantaten, Füllungen, Brücken oder Kronen. Wichtig ist nur, dass dieser Zahnersatz fest mit dem Zahnfleisch beziehungsweise dem Zahnrest verbunden ist. Sonst könnten die Schwingungen, die der Bürstenkopf etwa auf ein Implantat überträgt, es lockern und ein stabiles Einwachsen verhindern.
Vorteile bringt die Schall- und Ultraschallzahnbürste beim unempfindlichen Zahnersatz trotzdem. Die Reinigung dringt in die tiefen Zahnzwischenräume vor und verhindert gerade bei Kronen, Brücken oder Implantaten, dass Bakterien ins Zahnfleisch gelangen. Sogar Zahnfleischtaschen lassen sich damit reinigen. Besprechen Sie aber unbedingt mit Ihrem Zahnarzt, ab wann Sie die Bürste nach einem neuen Zahnersatz wieder verwenden dürfen.
Schallzahnbürste bei Zahnspangen oder Brackets
Für das tägliche Putzen eignet sich die Schallzahnbürste bestens, auch mit Zahnspange oder Brackets. Der Vorteil liegt in der Tiefenwirkung: Brackets und Spangen werden gründlicher von Essensresten und Ablagerungen befreit als mit einer Handbürste. Einen Nachteil gibt es dennoch. Die Borsten nutzen sich schneller ab, sodass Sie den Bürstenkopf häufiger tauschen müssen.
Insgesamt zeigt sich: Von der Nutzung der Schallzahnbürste ist kaum jemand ausgeschlossen. Sie eignet sich für Menschen mit Herzschrittmacher, für Schwangere, für Kinder ab etwa vier Jahren, für Träger von Implantaten, Brücken, Kronen und Füllungen, für Kinder mit Zahnspangen und für Menschen mit Zahnerkrankungen. Es gibt sogar Schallzahnbürsten für Hunde und andere Tiere.
Richtig Zähneputzen: So benutzen Sie eine Schallzahnbürste
Die Anleitung halten wir bewusst kurz, denn bei einem neuen Gerät sollten Sie in jedem Fall die mitgelieferte Bedienungsanleitung beachten. Sie enthält die Angaben, die genau zu Ihrem Modell passen. Vorab bekommen Sie hier aber einen Überblick über die wichtigen Schritte, damit Sie von Anfang an nichts falsch machen.

Brauchen Sie eine spezielle Zahnpasta?
Für die Schallzahnbürste müssen Sie keine spezielle Zahncreme kaufen. Verwechslungen entstehen, weil für Ultraschallzahnbürsten spezielle Cremes empfohlen werden und die Unterschiede im Netz oft nicht klar dargestellt sind. Für die Schallzahnbürste genügt eine normale Zahncreme. Achten Sie nur darauf, dass sie eine geringe Abriebstufe hat, damit die Kombination aus Schwingung und Paste den Zahnschmelz nicht unnötig belastet. Der RDA-Wert auf der Verpackung gibt darüber Auskunft, ein niedriger Wert ist für die tägliche Pflege die schonendere Wahl.
Wie häufig sollten Sie putzen?
Es gelten die gleichen Empfehlungen wie für die Handzahnbürste. Zweimal täglich zwei Minuten sind das Minimum für die Zahnpflege mit der Schallzahnbürste. Wichtiger als jede zusätzliche Minute ist dabei, dass Sie wirklich alle Zähne erreichen und mit wenig Druck arbeiten. So putzen Sie richtig:
- Geben Sie eine erbsengroße Menge Zahnpasta auf den Bürstenkopf.
- Verteilen Sie die Paste bei ausgeschalteter Bürste kurz auf den Zähnen.
- Teilen Sie das Gebiss gedanklich in vier Quadranten ein: oben rechts, oben links, unten rechts, unten links.
- Schalten Sie die Bürste erst im Mund ein, sonst spritzt die Paste.
- Putzen Sie mit wenig Druck und halten Sie den Bürstenkopf im 45-Grad-Winkel zu den Zähnen.
- Putzen Sie immer vom Zahnfleisch in Richtung Zahn und halten Sie das Muster gleich.
- Nutzen Sie, wenn vorhanden, den Vier-Quadranten-Timer, damit jeder Bereich gleich viel Zeit bekommt.
Nicht schrubben, sondern führen lassen
Die Schallzahnbürste erledigt die Arbeit selbst. Führen Sie sie mit leichtem Druck langsam an den Zähnen entlang, statt wie mit der Handzahnbürste hin und her zu schrubben. Zu fester Andruck bringt keine bessere Reinigung, sondern kann auf Dauer den Zahnschmelz angreifen. Modelle mit Drucksensor melden sich, sobald Sie zu stark aufdrücken.
Wie oft müssen die Bürstenköpfe gewechselt werden?
Damit die Bürste optimal reinigt, sollten Sie den Bürstenkopf etwa viermal im Jahr tauschen, also ungefähr alle drei Monate. Ausgefranste oder platt gedrückte Borsten reinigen schlechter und können das Zahnfleisch reizen. Viele Modelle haben farblich gekennzeichnete Borsten, die mit der Zeit verblassen und Ihnen so anzeigen, wann ein Wechsel fällig ist. Bei Zahnspangen oder Brackets nutzen sich die Borsten schneller ab, dann lohnt ein etwas kürzerer Rhythmus.
Schallzahnbürste, Ultraschallzahnbürste oder Rotationszahnbürste?
Schallzahnbürsten gehören zu den elektrischen Zahnbürsten. Die Werbung, aber auch Fachärzte schreiben sowohl der Rotationsbürste als auch der Schallzahnbürste sehr gute Putzergebnisse zu. Die Ultraschallzahnbürste wiederum gilt manchen als große Neuerung, weil sie ohne Zahnabrieb auskommt. Es stellt sich die Frage, ob die drei Typen in der Reihenfolge ihrer Entwicklung wirklich als gut, besser, am besten gelten.
Schall gegen Ultraschall: Wo liegt der Unterschied?
Diese Frage lässt sich klar mit Ja beantworten, und Vorsicht ist geboten, weil im Netz viele Berichte kursieren, die den Unterschied nicht sauber herausarbeiten. Die Schallzahnbürste reinigt über besonders schnelle Borstenbewegungen, dabei reiben die Borsten auf den Zähnen. Die Ultraschallzahnbürste dagegen verwirbelt mit über 1,6 Millionen Schwingungen Zahnpasta und Speichel. Das Stichwort sind Mikrobläschen. Sie entstehen aus der Verbindung von Speichel und Zahnpastaschaum und sprengen laut Hersteller beim Platzen Plaque und tiefer liegende Verunreinigungen ab. Reibung auf den Zähnen entsteht dabei nicht, weshalb die Ultraschallzahnbürste als besonders schonende Alternative gilt.
Schall oder Rotation: Welche ist besser?
Auch hier fällt die Antwort zunächst leicht, der zweite Blick lohnt aber. Die Reinigungsleistung der Schallzahnbürste liegt höher als die der Rotationsbürste, weil die hohe Schwingung eine größere Tiefenwirkung erzielt. Trotzdem ist die Rotationszahnbürste nicht zu verachten, ihre Reinigungsleistung ist bekannt gut. Und für preisbewusste Käufer hat sie einen klaren finanziellen Vorteil. Die folgende Übersicht zeigt die Unterschiede der drei Typen auf einen Blick:
| Schallzahnbürste | Ultraschallzahnbürste | Rotationszahnbürste | |
|---|---|---|---|
| Reinigungsprinzip | schnell schwingende Borsten | Mikrobläschen aus Ultraschallwellen | rotierender, runder Bürstenkopf |
| Frequenz | 200 bis 300 Hertz | ab 16 Kilohertz | 60 bis 80 Hertz |
| Bewegungen pro Minute | etwa 30.000 Schwingungen | rund 96 Millionen | etwa 40.000 Umdrehungen |
| Stärken | sehr gute Tiefenreinigung, keine spezielle Zahnpasta nötig | schonend ohne Abrieb, stark bei Zahnspangen und Zahnersatz | bewährte Technik, günstig, gute Ergebnisse |
| Schwächen | hoher Preis, teils kurze Haltbarkeit | teuer, spezielle Zahnpasta, Wirkung umstritten | hoher Abrieb, häufiger Bürstenkopfwechsel |
Der große Vorteil der Ultraschallzahnbürste liegt in der sehr guten Reinigung bei Zahnspangen, Brackets und Zahnersatz. Die Sprengkraft der Mikrobläschen entfernt Speisereste und Plaque auch an Stellen, die eine Zahnbürste kaum erreicht.
Unser Vergleichsfazit
Die Schallzahnbürste ist im Grunde eine Verbesserung der Rotationszahnbürste, allerdings zu einem höheren Preis. Viele Käufer beklagen zudem, dass ihre Schallzahnbürste die Garantiezeit nur um wenige Monate überdauert hat. Die Technik der Rotationsbürste ist eben erprobter und offenbar langlebiger. Wer Wert auf einen niedrigen Preis und eine bewährte Mechanik legt, ist mit ihr also nicht schlecht bedient.
Schall- und Ultraschallzahnbürste lassen sich dagegen kaum direkt vergleichen. Beide bieten eigene Vorteile, sodass jeder für sich entscheiden muss, worauf es ihm ankommt. Nach unserer Recherche ist die Ultraschallzahnbürste eine sinnvolle Ergänzung für die Zahnpflege, gerade bei Zahnspangen und Zahnersatz. Für die tägliche Reinigung würden wir aber die Schallzahnbürste vorziehen, weil sie eine gute Balance aus Reinigungswirkung, Schonung und einfacher Handhabung bietet.
Warum ist eine Schallzahnbürste empfehlenswert?
Wer sich eine wirklich gute Zahnbürste für die tägliche Pflege wünscht, ist mit einer Schallzahnbürste gut beraten. Die Vorteile überzeugen, die Nachteile liegen vor allem auf der finanziellen Seite. An dieser Stelle sollten Sie überlegen, welchen Stellenwert die Zahngesundheit in Ihrem Haushaltsplan hat. Gesunde Zähne ersparen auf lange Sicht oft teure Behandlungen, insofern relativiert sich der Anschaffungspreis mit den Jahren. Bevor Sie über den Kauf weiter nachdenken, werfen Sie deshalb einen nüchternen Blick auf die tatsächlichen Erfolge der Schallzahnbürste.
Wie gut sind Schallzahnbürsten wirklich?
Schallzahnbürsten sind im Kern eine Weiterentwicklung der oszillierenden elektrischen Zahnbürsten. Bei einigen Modellen kommen verschiedene Putzprogramme hinzu, mit denen sich die Zähne umfassend pflegen lassen. Entscheidend ist dabei die eigene Technik: Wer gründlich und geübt vorgeht, tut damit tatsächlich etwas für die Zahngesundheit, wer nur hektisch über die Zähne fährt, verschenkt einen Teil der Wirkung.
Die spezielle Bürstenform und die abgerundeten Borsten schonen Zahnfleisch und Zahnschmelz und entfernen Plaque besonders effektiv. So beugen Schallzahnbürsten Karies vor und wirken lindernd bei Zahnfleischerkrankungen. Das ist auch der Grund, warum viele Zahnärzte die Schalltechnik empfehlen, wenn jemand mit der Handzahnbürste nicht auf ein sauberes Ergebnis kommt.
Sind Schallzahnbürsten schädlich?
Diese Frage stellt sich immer wieder. Die Sorge rührt daher, dass die Schwingungen Brücken, Füllungen, Kronen oder Implantate lockern könnten. Auch Träger von Herzschrittmachern befürchten Wechselwirkungen der elektromagnetischen Schwingungen. Wie im Kapitel für wen eignet sich eine Schallzahnbürste beschrieben, ist das Gerät sowohl für Zahnersatzträger als auch für Menschen mit Herzschrittmacher geeignet. Bei Unsicherheiten sollten Sie aber Ihren behandelnden Zahnarzt um Rat fragen.
Der Schallzahnbürsten Test: Welches Modell überzeugt?
Wenn Sie schon Geld in eine Schallzahnbürste stecken, sollten Sie nicht am falschen Ende sparen. Wir empfehlen zunächst den Blick auf die Geräteeigenschaften. Beim Vergleich von Akku-Laufzeit, Putzprogrammen und weiteren Funktionen verschaffen Sie sich einen Überblick über die technischen Daten. Worauf es am Ende ankommt, ist aber die Putzwirkung.
Im Vergleich zwischen der Philips Sonicare DiamondClean und der Oral-B Pulsonic stellen wir deutliche Unterschiede fest, was die Sauberkeit der Zähne nach der Reinigung angeht. Dabei schneidet die Philips Sonicare DiamondClean spürbar besser ab. Wenn Sie richtig glatte, wie poliert wirkende Zähne schätzen, vergleichen Sie am besten die DiamondClean-Modelle von Philips und entscheiden nach Ihren Bedürfnissen.
Die Stiftung Warentest bestätigt diese Tendenz. Das Vergleichsmodell von Oral-B fällt dabei aber nicht nennenswert schlechter aus. Die Oral-B Pulsonic ist keine schlechte Wahl, auch hier entscheidet am Ende der höhere Preis über das Plus an Qualität. Wer also vor allem auf das Ergebnis achtet, findet an der Spitze die Philips-Modelle, wer den Einstiegspreis im Blick hat, kommt mit der Pulsonic ebenfalls gut zurecht.

Schallzahnbürste kaufen: Darauf sollten Sie achten
Zum Kauf gehört der Vergleich verschiedener Produkte und ihrer Eigenschaften. Vieles davon haben wir bereits erklärt, die entscheidenden Punkte fassen wir hier noch einmal zusammen. Überlegen Sie vorab, worauf Sie persönlich Wert legen, denn nicht jede Zusatzfunktion ist für jeden gleich wichtig. Wer einfach saubere Zähne möchte, braucht ein anderes Gerät als jemand, der sein Putzverhalten per App überwachen will. Die folgenden Kriterien unterscheiden die Modelle am deutlichsten, die Vergleichswerte stammen aus den Geräten unserer Vergleichstabelle:
Schwingungen und Reinigungsleistung
Je höher die Schwingungszahl, desto mehr Bewegungen erzeugt die Bürste pro Minute. Bei den verglichenen Modellen liegen die Werte eng beieinander, der Unterschied im Alltag ist gering.
im Vergleich: 27.000 bis 31.000 Schwingungen pro Minute (rund 54.000 bis 62.000 Bewegungen)
Putzprogramme
Ein einzelnes Clean-Programm reicht für saubere Zähne. Mehr Programme lohnen sich, wenn Sie Zahnfleisch, Verfärbungen oder empfindliche Stellen gezielt behandeln wollen.
im Vergleich: 1 bis 5 Putzprogramme
Akku-Laufzeit
Eine lange Laufzeit erspart häufiges Laden und reicht meist bequem durch einen Urlaub.
im Vergleich: rund 1 bis 3 Wochen pro Ladung
Smart-Funktion und Kontrolle
Drucksensor und App-Feedback helfen vor allem beim Umstieg, weil sie zu festes oder zu langes Putzen melden.
im Vergleich: von ohne App bis Bluetooth-App mit Druck-, Positions- und Schrubbsensor
Zubehör und Laden
Zum Lieferumfang gehören je nach Modell zusätzliche Bürstenköpfe, eine Ladestation, ein Ladeglas oder ein Reiseetui mit Ladefunktion.
im Vergleich: von einfacher Ladestation bis Ladeglas plus USB-Reiseladeetui
Der hydrodynamische Effekt
Der hydrodynamische Effekt entsteht, wenn die schnellen Borstenbewegungen Zahnpasta und Speichel verwirbeln. Dadurch dringt die Reinigung auch dorthin vor, wo die Zahnbürste selbst keine Chance hat, etwa in enge Zahnzwischenräume und an den Zahnfleischrand. Genau dieser Effekt macht den Unterschied zur einfachen elektrischen Zahnbürste aus. Achten Sie beim Kauf darauf, dass ein Modell diesen Effekt erzeugen kann. Wer sich näher informieren möchte, findet auf curaprox.com eine ausführliche Erläuterung des Effekts vom Zürcher Zahnmedizin-Professor Ulrich P. Saxer. Die Seite bewirbt zwar auch die eigene Bürste, die Erklärung ist aber lesenswert.
Nicht jede Schallzahnbürste schafft diesen Effekt. Aus diesem Grund wurde in der Schweiz eine Task-Force gegründet. Sie arbeitet laut Dr. med. dent. Jürg Eppenberger gemeinsam mit der ETH Zürich und der Universität Zürich an einem Gütesiegel für Schallzahnbürsten, die den hydrodynamischen Effekt erzeugen. Das Siegel ist noch nicht fertig, einige Bürsten wurden aber bereits untersucht. Zu den Modellen, die laut ETH Zürich den Effekt erzeugen, zählen Schallzahnbürsten von Philips, Waterpik und Curaprox.
Kontrollfunktionen und Putzprogramme
Der Umstieg auf die Schallzahnbürste ist zunächst ungewohnt, denn die Bürste fühlt sich anders an als die Handzahnbürste und verlangt eine ruhigere Führung. Kontrollmechanismen wie eine Andruck-Kontrolle oder eine Putz-Kontrolle über die App erleichtern diese Umgewöhnung spürbar. Mit optischen oder akustischen Signalen fällt es leichter, umsichtig zu putzen und sich das Schrubben abzugewöhnen. Überlegen Sie außerdem, worauf Sie Wert legen, denn nicht jeder braucht mehrere Putzprogramme. Nützlich sind sie aber, wenn Sie gezielt etwas für Zahnfleisch, Verfärbungen oder empfindliche Stellen tun möchten.
Akkulaufzeit
Eine lange Akkulaufzeit ist bequemer Komfort. Wenn die Bürste zwei bis drei Wochen ohne Laden auskommt, putzen Sie, ohne lange nachzudenken. Bei den bekannten Modellen sind die Laufzeiten insgesamt hoch, deshalb geht es hier nur um gut oder besser. Bei letzten Zweifeln zwischen zwei Modellen kann dieser Punkt aber den Ausschlag geben.
Zubehör
Hier lohnt der genaue Blick, denn eine gute Schallzahnbürste ist nicht billig. Beim Kauf eines Modells der DiamondClean-Serie von Philips erhalten Sie zum Beispiel verschiedene Putzprogramme samt passenden Bürstenköpfen sowie oft ein Ladeglas und ein Reiseladeetui. Achten Sie also darauf, was im Lieferumfang steckt, denn mitgeliefertes Zubehör spart Ihnen spätere Nachkäufe und relativiert so den höheren Kaufpreis.
Wann lohnt sich der Kauf?
Für die Zahngesundheit lohnt sich der Kauf im Grunde immer. Die gute Putzleistung dank der hohen Frequenz erreichen weder die Handzahnbürste noch die Rotationszahnbürste, und selbst Zahnärzte sind von der Reinigungswirkung überzeugt. Ob sich die Anschaffung auch finanziell rechnet, muss jeder selbst abwägen. Wer bislang mit der Handzahnbürste kein sauberes Ergebnis erzielt oder immer wieder mit Zahnfleischproblemen zu tun hat, profitiert am deutlichsten. Für alle anderen ist es eine bequeme, aber keine zwingende Verbesserung.
Gibt es Alternativen zur Schallzahnbürste?
Der Schweizer Zahnmediziner Dr. med. dent. Jürg Eppenberger, den wir bereits erwähnt haben, beschäftigt sich ausführlich mit der Schallzahnbürste. Er hält sie für alternativlos, wenn es darum geht, Zahnschäden zu vermeiden, und betont immer wieder den hydrodynamischen Effekt. Zugleich sagt er, dass die Handbürste selbstverständlich eine Alternative bleibt. Dann muss das Zähneputzen aber so umsichtig geschehen, dass weder Zahnfleisch noch Zähne Schaden nehmen. Dazu wären nach seiner Einschätzung nur etwa 10 Prozent der Menschen in der Lage.
Wie teuer ist eine gute Schallzahnbürste?
Gute Schallzahnbürsten müssen nicht teuer sein. Auch namhafte Hersteller wie Braun mit Oral-B oder Philips bieten Modelle ab rund 40 Euro. Die besten Geräte kosten allerdings deutlich mehr und liegen preislich etwa zwischen 150 und 250 Euro, dafür schließen sie ein umfangreiches Zubehörpaket ein, so wie die DiamondClean-Serie von Philips oder die Modelle von Curaprox.
Finanziell kann jeder seine eigene Rechnung aufmachen. Neue Bürstenköpfe kosten etwa vier bis sieben Euro pro Stück, je nach Hersteller. Meist gibt es Mehrfachpackungen, und es lohnt sich, auf Sonderangebote zu achten. Weil die Köpfe alle drei Monate getauscht werden sollten, kommen je nach Modell rund 16 bis 30 Euro im Jahr zusammen. Aus unserer Sicht macht sich dieser Einsatz über die Jahre bezahlt.
Die besten Produkte der beliebtesten Hersteller
Es gibt zahlreiche Hersteller für elektrische Zahnbürsten und Schallzahnbürsten. Wir stellen hier die besten Schallzahnbürsten der beliebtesten Marken vor. Die Beliebtheit beruht nicht nur auf großen Namen. Auch die Stiftung Warentest, unser Vergleich und die ETH Zürich erwähnen diese Hersteller positiv, und die Bewertungen zufriedener Kunden bestätigen das immer wieder.
Philips
Unter den Schallzahnbürsten stellt Philips den Gesamtsieger. Mit einem breiten Angebot in diesem Bereich zeigt der Hersteller, dass Erfahrung ein Mehrwert sein kann. Die Modelle erhalten insgesamt sehr gute Bewertungen, und die Marke taucht sowohl in unserem Vergleich als auch bei der ETH Zürich positiv auf. Unter der Marke Sonicare bietet Philips ein umfassendes Programm an Zahnbürsten mit Schalltechnologie, von der günstigen Ergänzung für eine bereits vorhandene Bürste bis zum voll ausgestatteten Allround-Gerät. Für nahezu jeden Anspruch findet sich dort ein passendes Modell.
Die Philips Sonicare DiamondClean schnitt in unserem Vergleich deutlich besser ab als die Oral-B Pulsonic. Sie überzeugt mit fünf Programmen und einer bis zu zehnmal effektiveren Plaque-Entfernung. Außerdem gehört sie zu den Modellen, die den hydrodynamischen Effekt erzeugen, was gerade bei Zahnzwischenräumen den Unterschied macht. Die Akku-Laufzeit ist mit rund drei Wochen besonders lang, und das Zubehör relativiert den Preis. Zur DiamondClean gehört ein USB-Reiseladeetui, sodass Sie auch unterwegs nicht auf die gewohnte Reinigung verzichten müssen.
Die Philips Sonicare EasyClean zählt zu den günstigen Modellen. Trotzdem entfernt sie etwa doppelt so viel Plaque wie eine Handzahnbürste. Sie ist die einfache Variante mit nur einem Putzprogramm. Der Lithium-Ionen-Akku hält bis zu zwei Wochen, der Timer zählt die zwei Minuten Putzzeit und signalisiert alle 30 Sekunden den Wechsel des Gebissquadranten. Mit dem Easy-Start-Programm gelingt der Einstieg sanft.
Die Philips Sonicare FlexCare kommt als Set mit zwei Bürsten. Sie bietet drei Programme mit zwei Intensitätsstufen, ein Reiseetui, einen Zwei-Minuten-Timer und den Vier-Quadranten-Timer. Mit 62.000 Bürstenkopfbewegungen pro Minute reinigt sie intensiv, der Akku ist für rund zwei Wochen ausgelegt. Die Philips Sonicare HealthyWhite gibt es als praktischen Doppelpack. Sie entfernt bis zu sieben Mal mehr Plaque als eine Handzahnbürste und bietet zwei Putzprogramme, rund drei Wochen Akku-Laufzeit und den integrierten Timer.
Oral-B
Mit einem eigenen Testinstitut tritt Oral-B als umfassender Anbieter rund um die Zahngesundheit auf, von elektrischen Rotationsbürsten und Schallzahnbürsten bis zu Zahnpasta und Handzahnbürsten. Der Hersteller wirbt damit, dass weltweit die meisten Zahnärzte seine Produkte bevorzugen. Wir stellen die beliebtesten elektrischen Zahnbürsten vor, darunter auch die Schallzahnbürste.
Die Reihe Oral-B Pro gibt es in verschiedenen Ausführungen und eignet sich gut als Einstieg. Dabei handelt es sich nicht um Schallzahnbürsten, sondern um Geräte mit dreidimensionaler Reinigung aus oszillierenden, pulsierenden und rotierenden Bewegungen. Ihre Stärken sind die einfache Handhabung, bis zu drei Programme mit Zahnfleisch-Schutz und die Cross-Action-Aufsteckbürsten für die Reinigung am Zahnfleischrand. Auch die Oral-B Genius ist keine Schallzahnbürste, reinigt aber überdurchschnittlich. Eine dreifache Andruckkontrolle und eine Positionserkennung verbessern das Putzverhalten, der Akku hält bis zu zwei Wochen, und vier Aufsteckbürsten sowie sechs Reinigungsmodi rechtfertigen den höheren Preis.
Die Oral-B SmartSeries kommt als Set mit verschiedenen Aufsteckbürsten und Reisezubehör. Über Bluetooth und die Oral-B-App lässt sich das Putzen begleiten, fünf Programme und eine Andruck-Anzeige machen die Reinigung individueller. Die Oral-B Pulsonic schließlich ist laut Hersteller die meistverkaufte Schallzahnbürste in Deutschland. Überzeugend ist das schmale Handstück, das sich beim Putzen kaum von einer Handzahnbürste unterscheidet, bei deutlich besserer Reinigungsleistung. Der längliche Bürstenkopf mit abgerundeten Borsten, zwei Putzprogramme und ein integrierter Zwei-Minuten-Timer sorgen für eine sanfte und effektive Reinigung. Auch der Preis fällt bei der Pulsonic angenehm aus.
Fazit
Unsere Einschätzung fällt eindeutig aus: Wenn Sie sich und Ihrer Gesundheit etwas Gutes tun wollen, gönnen Sie sich eine Schallzahnbürste. Achten Sie dabei auf den hydrodynamischen Effekt, denn er sorgt für die Tiefenwirkung, die der normalen elektrischen Zahnbürste fehlt. Und selbst Rotationsbürsten mit ähnlicher Tiefenwirkung sind kaum günstiger als die besten Schallzahnbürsten. Diese Vorteile überzeugen uns besonders:
- besonders gute Tiefenwirkung
- deutlich bessere Plaque-Entfernung
- Schonung von Zahnfleisch und Zähnen
- Anwendung für fast alle Altersgruppen und Zahnzustände
Das einzige Manko ist aus unserer Sicht nicht der hohe Anschaffungspreis, sondern die Rückmeldung vieler Kunden, dass der Akku nicht besonders lange hält. Philips weist darauf hin, dass das Produkt innerhalb der Garantiezeit umgetauscht wird. Wir empfehlen deshalb, den Hersteller zu kontaktieren, vor allem wenn der Schaden wiederholt auftritt.
Weiterführende Informationen
Passend zum Thema Zahngesundheit finden Sie weitere Hinweise im Ratgeber Zahnzusatzversicherung: Das müssen Sie wissen.
Zu unserer Vergleichsprozedur: Die Produkte in dieser Tabelle wurden ausführlich recherchiert. Wir haben sowohl die Produkteigenschaften als auch Kundenrezensionen verglichen und bewertet und zusätzlich Testberichte und Testergebnisse unterschiedlicher Produkttests aus dem Internet herangezogen. Unsere Redaktion fasst die gesammelten Informationen und Erkenntnisse zusammen und bewertet jedes Produkt objektiv, unabhängig und neutral.
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